Von der Reiselust profitieren

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Auch wenn heute dank des Flugzeugs so gut wie jeder Ort der Welt innerhalb eines Tages erreichbar ist, setzen die Deutschen beim Reisen nach wie vor hauptsächlich auf Ziele in Europa. Wer in Ferienimmobilien investiert, kann von dieser Entwicklung profitieren.

1,3 Mrd. Menschen: Das ist nicht nur die Einwohnerzahl der Volksrepublik China, des weltweit bevölkerungsreichsten Staates, sondern auch die Zahl der Menschen, die im Jahr 2017 weltweitgrenzüberschreitendende Reisen unternommen haben. Das geht aus einer Auswertung der Welttourismusorganisation UNWTO hervor. Die tatsächliche Zahl der Touristen dürfte noch um ein Vielfaches höher sein, da viele Reisen ja erst gar nicht über die Landesgrenzen hinaus gehen. Auch wenn inzwischen statistisch gesehen jeder fünfte Mensch einmal pro Jahr eine Auslandreise unternimmt, glaubt Jörg Lindner nicht, dass der Tourismus sein Potenzial voll ausgeschöpft hat. „Der Tourismus ist die wachstumsstärkste Branche des 21. Jahrhunderts. Prognosen zufolge steigt das weltweite Tourismusaufkommen bis 2030 um mehr als 66 % – nicht zuletzt deshalb gilt die Branche als Leitökonomie des 21. Jahrhunderts“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter der 12.18. Investment Management GmbH. Damit steigt auch die Nachfrage nach entsprechenden Unterkünften. „Das macht die Ferienhotellerie zu einem begehrten Investment für unterschiedliche Investorengruppen. 12.18. Investment Management kooperiert etwa seit langem erfolgreich mit institutionellen Anlegern wie Versorgungswerken und Pensionskassen bei der Projektierung von Hotels und Resorts“, so Lindner weiter.

Auch für Privatanleger interessant

Aber auch für Privatanleger können Ferienimmobilien eine sehr lohnende Investition sein – sowohl aus monetären als auch aus nicht-monetären Gründen: So bietet ein Investment in Ferienimmobilien, im Gegensatz zu einer vermieteten Wohnimmobilie, die Möglichkeit der Selbstnutzung. „Konzepte wie das „Sale-and-lease-back“-Prinzip vereinen die Vorzüge renditestarker Kapitalanlagen mit der Möglichkeit, die Immobilie für den eigenen Urlaub nutzen zu können und bieten darüber hinaus ein professionelles Management. Dem Eigentümer entsteht keinerlei Aufwand mit der Verwaltung und der Vermietung seiner Ferienwohnung“, erläutert Jörg Lindner. Seiner Meinung nach sind Ferienimmobilien für Privatanleger andererseits eine interessante Alternative zum Aktienmarkt. „Ferienimmobilien, die professionell vermietet werden, stellen grundsätzlich eine sehr interessante Anlagemöglichkeit dar. Speziell für jeden mit wenig Risikobereitschaft, aber trotzdem mit „Wunsch“ auf gute Renditen. Eine Ferienimmobilie kann je nach Lage und Ausstattung mit bis zu 10 % Rendite oder sogar noch darüber eine zukunftssichere Anlageform sein. „Vermögen in Immobilien zu sichern war immer eine klassische Investmentform, und eine Investition in Ferienimmobilien hat hierzu noch eine durchaus bessere Rendite als klassische Wohnimmobilien“, ergänzt Per Barlag Arnholm, Geschäftsführer der HELMA Ferienimmobilien GmbH.

Wie bei der klassischen Wohnimmobilie hängt auch bei der Ferienimmobilie die Rendite von der Nachfrage ab, und diese ist wohl deutlich schwerer vorher zu sagen als bei Wohnimmobilien, in die man ja meist im eigenen Land investiert. Gerade eine geänderte politische Situation kann dem Tourismus in einem Land einen herben Dämpfer versetzen. Als Beispiel sei hier nur Ägypten genannt, wo die Touristenzahlen aufgrund der Umwälzungen im Zuge des arabischen Frühlings deutlich zurückgegangen sind. Auch aus vielen anderen Gründen können Reiseziele, die heute „in“ sind, in wenigen Jahren schon wieder „out“ sein. Aufgrund dieser Unsicherheit rät Markus Nonnenmacher, Urlaubsimmobilien lediglich als Beimischung im Portfolio zu nutzen. „Ich würde Ferienimmobilien immer als Second Home Immobilie bezeichnen. Die Ferienimmobilie sollte nicht die erste Immobilie im Portfolio sein“, so der Geschäftsführer der Victor Investment GmbH. Auch sollten Kapitalanleger bei der Entscheidung, wo sie in eine solche Immobile investieren, nicht nur auf wirtschaftliche Faktoren schauen. „Die Rechtssicherheit des Kaufes muss auf alle Fälle geprüft werden.“ Wie bei anderen Immobilien gelte aber auch für Ferienimmobilien die Regel: „Lage, Lage, Lage“. „Gleichzeitig ist die Lage und Erreichbarkeit sehr entscheidend für den Kauf der Ferienimmobilie“, so Nonnenmacher weiter.

Attraktiver Süden Europas

Der Wilde Westen im Südosten Europas: In den 1960er Jahren wurden große Teile der Winnetou-Verfilmungen in der damaligen jugoslawischen Teilrepublik Kroatien gedreht, die sich seinerzeit zu einem beliebten Urlaubsziel entwickelte. Nachdem Anfang der 1990er Jahre aufgrund des Jugoslawienkrieges der Tourismus zum Erliegen kam, erfreut sich die inzwischen unabhängige Republik seit Mitte der 1990er Jahre stetig wachsender Beliebtheit als Urlaubsland: Laut dem kroatischen Tourismusministerium besuchten im Jahr 2017 18,5 Mio. Menschen den Balkanstaat – ein neuer Rekord und eine Steigerung von über 6 Mio. Touristen gegenüber 2012. Beachtlich vor allem, weil das Land gerade einmal 4 Mio. Einwohner hat. Doch Kroatien bietet als Investitionsziel für Ferienimmobilien auch noch deutlich mehr als nur eine steigende Zahl von Touristen: „Die Lage und die Anreise sind sehr gut und die Preise sind noch nicht überzogen. Viele Promis und Fußballspieler kaufen sich gerade sehr schöne Immobilien in Kroatien“, nennt Markus Nonnenmacher Gründe, warum er das jüngste EU-Mitglied als favorisiertes Investitionsziel für Ferienimmobilien ansieht.

Auch bei 12.18. Investment ist der Blick bei der Suche nach attraktiven Standorten für Urlaubsimmobilien vor allem nach Süden gerichtet. „Dabei ist und bleibt Europa nach wie vor die größte Zielregion für weltweiten Tourismus, weshalb auch unser Fokus auf diese Region gerichtet ist. Hier bietet der Mittelmeerraum noch immer großes Potenzial nicht zuletzt aufgrund der unruhigen politischen Situation in der Türkei und im Nahen Osten“, erläutert Kai Richter, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter des Düsseldorfer Unternehmens. Attraktive Ferienimmobilien gibt es seiner Meinung nach aber auch vor der Haustür Deutschlands: „Auch im Alpenraum besteht seit jeher eine hohe Nachfrage nach zeitgemäßen Hotel- und Apartmentangeboten, die es zu bedienen gilt.“ (ahu)