VHV profitiert von Bauboom

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Deutschlands Baugewerbe freut sich über volle Auftragsbücher und hohe Umsätze. Davon profitieren auch Bauversicherer wie die VHV, die im vergangenen Jahr ihr Ergebnis deutlich steigern konnte. Zum bislang positiven Jahresverlauf passt auch eine Nachricht, die jüngst von einer Ratingagentur kam.

Die VHV Gruppe hat im vergangenen Jahr ein Konzernergebnis von 322,8 Mio. Euro vor Steuern, nach Steuern und Substanz stärkenden Maßnahmen von 233,3 Mio. Euro erzielt. Es lag damit um 77,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Auf Gruppenebene haben sich die Versicherungsverträge um 3,3 % erhöht und liegen nun bei einem Wert von 10,9 Mio. Stück. Die verdienten Beiträge stiegen um 3,6 % auf 3,15 Mrd. Euro. Der Kapitalanlagenbestand hat sich um 1,8 % auf 16,25 Mrd. Euro erhöht. Zurückgegangen ist hingegen das Kapitalanlageergebnis, das mit 554,5 Mio. Euro um 81,6 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert lag. Das haftende Eigenkapital konnte um 10,8 % auf 2,5 Mrd. Euro erhöht werden. Auf Basis dieses wirtschaftlichen Fundaments hat die VHV Gruppe im vergangenen Jahr ihre Digitalisierung weiter vorangetrieben. So wurden in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat die Aufwendungen für die Qualifizierung von Mitarbeitern für neue Aufgaben im Zusammenhang mit der Digitalisierung signifikant ausgebaut.

Profiteur des Baubooms

Zu der positiven Geschäftsentwicklung haben alle Geschäftsfelder beigetragen. So wurden im Komposit- und Lebenbereich die Vertragszahlen und die verdienten Bruttobeiträge gesteigert. Das Wachstum im Kompositbereich war dabei sogar stärker als der Marktdurchschnitt. Als Spezialversicherer der Bauwirtschaft profitierte die VHV von der starken Baukonjunktur und den daraus resultierenden Lohn-, Umsatz- und Honorarsummen, die bei der Beitragsbemessung der Bauversicherungen die Grundlage bilden. Im Lebenbereich verfolgt die Hannoversche Lebensversicherung konsequent die Ausrichtung als Biometrieversicherer.  Dabei trugen die effizienten Strukturen, die niedrigen Kostenquoten und eine hohe Kundenzufriedenheit zum guten Ergebnis bei.

„Auch 2018 konnten wir an die sehr guten Ergebnisse der Vorjahre anknüpfen, sind in unseren Ergebnissen in allen Geschäftsfeldern gewachsen und konnten Marktanteile gewinnen.“ Reuter weiter: „Auch bei der Digitalisierung unseres Unternehmens haben wir gute Fortschritte gemacht und wichtige erste große Teilprojekte im Rahmen der geplanten Zeitabläufe, Budgets und Perfomances erfolgreich abschließen können. Die starke Marktposition, die wir uns mit unserem konsequenten Fitnessprogramm über die letzten zehn Jahre erarbeitet haben, wollen wir auch in der digitalen Zukunft halten und weiter ausbauen. Wir werden dabei auch zukünftig ein besonderes Augenmerk auf die weitere Qualifizierung unserer Mitarbeiter legen“, so Uwe Reuter, Vorstandsvorsitzender der VHV Gruppe.

Bislang positiver Jahresverlauf

Das Jahr 2019 ist für die VHV-Gruppe bislang sowohl im Komposit- als auch im Leben-Geschäft positiv verlaufen. Vorbehaltlich der weiteren Entwicklung bei Großschadensereignissen geht der Versicherer auch für das Gesamtjahr 2019 von einer soliden und positiven Geschäftsentwicklung aus.

Auch von externen Stellen kam jüngst positive Nachrichten: So bestätige im Juni Standard & Poor’s das Rating A+ mit stabilem Ausblick für die VHV Gruppe im Jahr 2019 erneut. Insbesondere die Kapital- und Ertragsstärke des Versicherers war ausschlaggebend. Hier erhielt die VHV die Bestnote AAA. Hierzu tragen nach Beurteilung von S&P maßgeblich die starken, nachhaltigen versicherungstechnischen Ergebnisse der VHV Allgemeine und das vorteilhafte Risiko-/Rendite-Profil im Bereich Leben bei der Hannoverschen maßgeblich bei. Die Kapitalausstattung unter Solvency II ist sehr komfortabel und im Marktvergleich weniger zinsabhängig. Ebenfalls positiv wirkte sich die Struktur als Versicherungsverein aus, da die Gewinne zu 100 % zur langfristigen Erfüllung der Kundenansprüche im Konzern verbleiben. (ahu)