VGF unterstützt Ankündigung des Finanzministeriums zur Regulierung geschlossener Fonds

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Der VGF Verband Geschlossene Fonds e.V., Berlin, unterstützt die durch das Bundesministerium der Finanzen veröffentlichte Ankündigung eines Gesetzentwurfs mit Vorschlägen zur Regulierung geschlossener Fonds. Dies teilte der Verband in einer Presseerklärung mit.

(fw/kb) Die Beratungspflichten für den Vertrieb geschlossener Fonds künftig inhaltlich an den Anforderungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) auszurichten, sei sinnvoll, so VGF-Hauptgeschäftsführer Eric Romba.

Kritisch sieht der Verband jedoch die damit ebenfalls geplante Einstufung geschlossener Fonds als Finanzinstrumente: “Der Gesetzgeber hat sich bei der MIFID-Umsetzung zu recht gegen eine Qualifizierung geschlossener Fonds als Finanzinstrumente ausgesprochen, weil sich der Charakter von Finanzinstrumenten bzw. Wertpapieren und geschlossenen Fonds grundlegend unterscheidet. Eine Änderung dieser Haltung könnte zudem dazu führen, dass gerade freie Vertriebe durch die dann entstehenden Anforderungen aus dem Kreditwesengesetz (KWG) in ihrer Existenz bedroht sein könnten.”

“Wir bleiben bei unserer Forderung, geschlossene Fonds nicht einfach unter bestehende – teilweise sachfremde – Regelungen zu sortieren, sondern stattdessen mit einem eigenen Gesetz für eine Regulierung zu sorgen, die dem Produkt, seinem Markt und seiner volkswirtschaftlichen Bedeutung gerecht wird”, so Romba.

Derzeit vertritt der VGF nach eigenen Angaben 49 Mitgliedsunternehmen, die zusammen ein Investitionsvolumen von rund 134 Milliarden Euro verwalten.

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