Vermittler haben Einkommen gesteigert

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Obwohl im vergangenen Jahr durch den Ausbruch der Corona-Krise die Vermittlung von Finanz- und Versicherungsprodukten deutlich erschwert wurde, haben die Finanzdienstleister sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn Zuwächse zu verzeichnen. Das geht aus dem AfW-Vermittlerbarometer hervor.

Im Schnitt erzielten VersicherungsmaklerInnen und FinanzdienstleisterInnen im Jahr 2020 einen Gewinn von 59.850 Euro, 8 % mehr als im Vorjahr. Jedoch mussten sich 55 % aller 1.250 Teilnehmer des Vermittlerbarometers mit einem Gewinn von weniger als 50.000 Euro zufrieden geben, gerade einmal 16 % gaben an, einen Gewinn von mehr als 100.000 Euro erzielt zu haben.

„Die Erhöhung des durchschnittlichen Gewinns resultiert daraus, dass kleine und unrentablere Vermittlerbüros aufgeben oder von größeren Unternehmen übernommen werden, die dann effizienter mit den Beständen arbeiten können. Hinzu kommt, dass durch den vermehrten Einsatz digitaler Technik viele Prozesse optimiert wurden. Die Digitalisierung führte zu mehr Effizienz, besserer Kundenkommunikation und damit in der Breite zu weiter guten Umsätzen“, erklärt AfW-Vorstand Frank Rottenbacher.

Bezüglich des Umsatzes konnten sich die Studienteilnehmer im Schnitt über einen Zuwachs um 11 % auf ca. 120.000 Euro freuen.

„Im Schnitt sind die unabhängigen VermittlerInnen bisher erstaunlich gut durch die Corona-Krise gekommen. Viele VermittlerInnen sind in der Krise proaktiv auf ihre Kunden zugegangen, haben Flagge gezeigt und Hilfe angeboten. Das ist das Ergebnis schneller und flexibler Anpassung an die neuen Rahmenbedingungen sowie harter Arbeit“, so Frank Rottenbacher. (ahu)