USA-Kommentar: Die Stimmung hellt sich wieder auf

Dr. Martin Moryson

Martin Moryson, Chefvolkswirt von Sal. Oppenheim, blickt optimistisch auf die amerikanische Konjunktur. „Zuletzt hat sich das reale Wirtschaftswachstum auf eine annualisierte Rate von 1,4 Prozent abgeschwächt. Nach unserer Einschätzung wird es sich im ersten Quartal 2016 in gleicher Größenordnung oder leicht darunter bewegen.“

  • „Für die kommenden Quartale sieht das Bild freundlicher aus: Die aktuellen Werte der Einkaufsmanagerindizes haben sich für den Dienstleistungssektor auf hohem Niveau stabilisiert.“
  • „Der Industriebereich ist seit einiger Zeit das Sorgenkind der US-Wirtschaft. Die Verbesserung der Auftragskomponente lässt aber hoffen, dass der globale Gegenwind in den kommenden Monaten nachlässt.“
  • „Der entscheidende Faktor für die Konjunktur bleibt der private Konsum, der rund 70 Prozent zum US-amerikanischen BIP beiträgt. Dieser hat sich in letzter Zeit als sehr robust erwiesen, was auch an der erfreulichen Entwicklung am Arbeitsmarkt liegt.“
  • „Die Anzahl der neu geschaffenen Stellen wird sich in den kommenden Monaten leicht abflachen, da bei einer Arbeitslosenquote von 5 Prozent das Vollbeschäftigungsniveau faktisch erreicht ist. Wir gehen dennoch von rund 200.000 neuen Stellen pro Monat aus.“

Makroszenario: Schwacher Jahreswechsel

  • Das reale Wirtschaftswachstum hat sich im vierten Quartal auf eine annualisierte Rate von 1,4 % abgeschwächt. Nach unserer Einschätzung wird sich das Wachstum im ersten Quartal 2016 in gleicher Größenordnung oder leicht darunter bewegen.
  • Die schwache weltwirtschaftliche Entwicklung und der starke US-Dollar hinterlassen ihre Spuren auf der Exportseite und die jüngsten Daten zu den Auftragseingängen in der Industrie stützen das Bild einer etwas rückläufigen Investitionstätigkeit im ersten Quartal. Beides haben wir zum Anlass genommen, die Prognose für das laufende Jahr leicht nach unten zu revidieren.

Makroszenario_OppenheimStimmung hellt sich wieder auf

  • Für die kommenden Quartale sieht das Bild aber schon etwas freundlicher aus: Die aktuellen Werte der Einkaufsmanagerindizes haben sich für den Dienstleistungssektor auf hohem Niveau stabilisiert.
  • Der Industriebereich ist seit einiger Zeit das Sorgenkind der US-Wirtschaft. Daher ist die Aufhellung der Stimmung dort besonders erfreulich, zumal der deutliche Anstieg insbesondere auf eine Verbesserung der Auftragskomponente zurückzuführen ist. Dass dieser Anstieg sich auch – wenngleich nicht ganz so ausgeprägt – in Auslandsaufträgen wiederfindet, lässt hoffen, dass der globale Gegenwind in den kommenden Monaten nachlässt.

Stimmung_OppenheimArbeitsmarkt bleibt Lichtblick

  • Der entscheidende Faktor für das weitere konjunkturelle Bild bleibt aber der private Konsum, der rund 70% zum USamerikanischem BIP beiträgt. Dieser hat sich in letzter Zeit als sehr robust erwiesen, was nicht zuletzt an der erfreulichen Entwicklung am Arbeitsmarkt liegt. Die Anzahl der neu geschaffenen Stellen wird sich in den kommenden Monaten vermutlich zwar leicht abflachen, da bei einer Arbeitslosenquote von 5% das Vollbeschäftigungsniveau bereits faktisch erreicht ist. Wir gehen aber dennoch von rund 200.000 neuen Stellen pro Monat aus.
  • Eine Bedingung hierfür ist der Wiederanstieg der Partizipationsrate, der in den letzten Monaten bereits begonnen hat.

USA-Kommentar von Dr. Martin Moryson, Chefvolkswirt von Sal. Oppenheim