USA fallen zurück

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Der Soliditätsindex von Sal. Oppenheim wird weiterhin von Norwegen angeführt. Deutschland bleibt unverändert, während Frankreich, Spanien und die USA zurückfallen.

Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten wirkt sich negativ auf die Solidität des Staates aus. So ist die Weltmacht im Sal. Oppenheim Soliditätsindex deutlich abgerutscht, was mit der Verschlechterung bei einer Vielzahl von Indikatoren zusammenhängt. Dazu gehören Nettoverschuldung, Entwicklung der Leistungsbilanz, politische Stabilität und die wahrgenommene Korruption. Somit können sich die Vereinigten Staaten nicht mehr für das Anlageuniversum des Fremdwährungskonzeptes „High Quality Developed Markets“ qualifizieren, das in Qualitätsanleihen außerhalb des Euroraumes investiert. Keine Veränderung gibt es an der Spitze des Ratings, das seit Jahren von Norwegen angeführt wird. „Das Land erzielt vor allem wegen seiner Öleinnahmen seit 1994 einen jährlichen Budgetüberschuss“, erläutert Alwin Schenk, Analyst bei Sal. Oppenheim, die positive Entwicklung des skandinavischen Landes. „Bei den Schulden- und Wohlstandsindikatoren liegt Norwegen ebenfalls durchweg im vorderen Bereich.“ Weitere Staaten, die Anlegern Chancen auf solide Anleihen und Wechselkursgewinne bieten, sind die Schweiz, Neuseeland, Dänemark, Singapur, Südkorea, Schweden, Hongkong, Australien und Tschechien. „Finanzielle Solidität, politische Stabilität und eine hohe Wettbewerbsfähigkeit sind die Grundlagen für ein überdurchschnittliches Wachstum, stabile Währungen und langfristig sichere Kapitalanlagen“, erläutert Dr. Lars Edler, Co-Chief Investment Officer von Sal. Oppenheim.

Die Niederlande verbesserten sich um zwei Plätze und liegen nun als bester Staat der Eurozone auf Rang 5, Deutschland liegt unverändert an Position 11. Frankreich und Spanien hingegen büßten Plätze ein. Serbien, die Ukraine und Ägypten finden sich am Ende der Gesamttabelle der über 60 Länder wieder.

Soliditätsindex: Filter für langfristig sichere Kapitalanlagen

Der Soliditätsindex wird von Dr. Lars Edler und weiteren Experten erstellt. Die Länder werden anhand einer systematischen Datenanalyse zur Verschuldung, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlicher Entwicklung gerankt. Für die Berechnung spielen weder das Rating der großen Agenturen noch die Gewichtung in den marktkapitalisierten Rentenindizes eine Rolle. „Diese Methodik bevorteilt systematisch unsolide Länder mit einer hohen beziehungsweise steigenden Verschuldung“, erläutert Edler. Mit dem Soliditätsindex sollen langfristig die solidesten Emittenten identifiziert und damit eine Ländervorauswahl für Renten- und Währungsanlagen geliefert werden.

Die systematische Vorauswahl bildet die Grundlage für ein Staatsanleihen-Portfolio von Emittenten außerhalb der Eurozone. „Fremdwährungsanlagen sind ein sinnvoller, diversifizierender Bestandteil jeder Anlagestrategie. Sowohl der sehr hoch bewertete US-Dollar als auch – trotz des Wahlausgangs in Frankreich – der Euro sind gestiegenen politischen Unsicherheiten ausgesetzt“, so Edler. Institutionelle und private Anleger können mit dem Publikumsfonds SOP NonEuroQualitätsanleihen auf diese ausgewählten Qualitätsanleihen jenseits der Eurozone setzen. (ahu)

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