Unter einem sicheren Dach – Haftungsdach-Navigator 2015

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Vor einigen Jahren galten sie noch als Exoten, heute sind sie zu einem unverzichtbaren Element der finanzdienstleistenden Wirtschaft geworden: die Haftungsdächer.

Aufgrund der gestiegenen regulatorischen Anforderungen und der Ausweitung der Haftungsquellen wägen derzeit viele Vermittler die Vorteile ab, die ein Haftungsdach ihnen bieten kann – mit den Einschränkungen, die ein solcher Beitritt als Tied Agent ihnen abverlangt. finanzwelt stellt im aktuellen Haftungsdach-Navigator die wichtigsten Haftungsdächer vor und gestattet den Vermittlern einen Vergleich der für diese Entscheidung wesentlichen Punkte.

Die Entscheidung des Vermittlers, einem Haftungsdach beizutreten, ist eine zutiefst individuelle: Er gibt seine Unabhängigkeit als Tied Agent auf, um ausschließlich die Produktpalette „seines” Haftungsdachs anzubieten und dies unter den vertrieblichen Regeln des Haftungsdachs. Im Gegenzug erhält er ein breites Angebot von Dienstleistungen, die er als Einzelvermittler allein aus Zeit- und Kostengründen kaum erbringen könnte, und eine im Regelfall effektive Haftungsabschirmung. Die Haftungsabschirmung hat 2014 im Fall der „Blauen Infinus” ihre Feuerprobe bestehen müssen. Gebundene Vermittler, die ausschließlich und klar als Tied Agent aufgetreten sind, konnten in der Regel nicht gerichtlich auf Beraterhaftung in Anspruch genommen werden. Dennoch ist die direkte Inanspruchnahme der Tied Agents dort ein Problem, das sich vielfach in einem Prozesskostenrisiko manifestiert. Ein Vermittler, der Tied Agent werden will, sollte von seinem Haftungsdach unbedingt die direkte Inanspruchnahme außergerichtlich und gerichtlich versichert erhalten.

Haftungsdach-Navigator 2015 – Printausgabe 01/2015

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