Umfrage: Angst vor Inflation steigt deutlich

Die Stimmung der Anleger in Deutschland hat sich laut einer Umfrage der Union Investment Real Estate GmbH, Fondsgesellschaft aus Frankfurt am Main, im ersten Quartal 2010 eingetrübt. Die Inflationserwartung ist deutlich gestiegen. Für die Umfrage ließ Union Investment durch das Marktforschungsinstitut Forsa 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten befragen.

(fw/kb) Der Anteil derer, die im nächsten halben Jahr steigende Preise erwarten, hat mit 58 Prozent den höchsten Wert der letzten sechs Quartale erreicht. Er stieg allein gegenüber dem vierten Quartal 2009 um 11 Prozentpunkte.

Obwohl die Mehrheit der Befragten neben Preissteigerungen keine steigenden Zinsen erwartet (54 Prozent), werden aktuell niedrig verzinste Anlageformen wie Tagesgeld oder Festgeld von 57 Prozent bzw. 54 Prozent der Befragten als attraktiv eingestuft.

Die Bevorzugung wenig rentierlicher Anlageformen geht mit ausgeprägten Zweifeln an Renditeprognosen einher. Bei Renditen von fünf Prozent bis unter sieben Prozent pro Jahr bezweifeln 30 Prozent die Seriosität eines Investmentfonds. Acht Prozent der Befragten stellen bereits bei in Aussicht gestellten Renditen bis zu fünf Prozent die Seriosität eines Fondsangebots in Frage. Keinerlei Einschätzung, welche Renditen mit Fonds realistisch erzielbar sind, können 14 Prozent der Befragten abgeben.

Die Union Investment Gruppe ist nach eigenen Angaben mit über 2200 Mitarbeitern einer der größten deutschen Asset Manager für private und institutionelle Anleger. Das Unternehmen betreut rund 4,6 Millionen Kunden.

www.union-investment.de