Überraschende Wende im softfair-Verkauf

17.02.2020

Norbert Porazik (li.) und Markus Kiener (re.), geschäftsführende Gesellschafter von Fonds Finanz / Foto: © Fonds Finanz Maklerservice GmbH

Vor gut neun Monaten gab die Finanzsoft GmbH bekannt, dass sie die softfair GmbH möglichst kleinteilig an viele Marktteilnehmer verkaufen möchte. Daraus wird nun doch nichts.

Es ist ein echter Paukenschlag: Die Finanzsoft GmbH hat mit sofortiger Wirkung den Verkauf von softfair beendet. Als Grund, warum alle im Bieterverfahren abgebenden Optionsverträge abgelehnt wurden, gibt das Unternehmen an, dass „eine Umsetzung der Brancheninitiative mit den eigegangenen Optionsverträgen für die Finanzsoft nur zu nicht akzeptablen Bedingungen möglich gewesen wäre“. Die Unternehmen, die die Optionsverträge eingebracht hatten, wurde bereits am Freitag darüber informiert.

“Wir haben auf Anregung der Branche unsere Übernahme von Softfair im Jahr 2017 überdacht und uns dazu bereiterklärt, zum Wohle des gesamten Marktes eine branchenweite Initiative zu starten. Dass dieses Angebot nun nicht angenommen wurde, ist gerade deshalb für uns absolut in Ordnung“, so Norbert Porazik und Markus Kiener, Gesellschafter von Finanzsoft und Geschäftsführer von Fonds Finanz. „Softfair wird die Weiterentwicklung der Produkte sowie die Vision einer technischen Plattform für den ganzen Markt konsequent weiterverfolgen. Es besteht kein Grund, an der bisherigen erfolgreichen Geschäftsausrichtung von softfair etwas zu ändern“, so beide weiter.

Mit dem Verkauf von softfair an viele Marktteilnehmer sollte sichergestellt werden, dass das Hamburger Softwarehaus und sein Tochterunternehmen ascore nicht in die Hände eines Marktteilnehmers fällt (finanzwelt berichtete). (ahu)