Turbulentes Jahr für Anleger

Es war nicht leicht für Anleger, dieses Jahr im richtigen Wind zu stehen © s_karau fotolia.com

Deutsche Anleger spüren dieses Jahr die Turbulenzen an den Aktienmärkten: Während mehr als ein Drittel der Befragen einer DDV-Umfrage angaben, mit ihrem Depot erheblich Gewinne eingefahren zu haben, musste jeder Vierte erheblich Verluste hinnehmen.

Die Trend-Umfrage des Deutschen Derivate Verbandes (DDV), bei der dieser im November ca. 3.5000 gut informierte Anleger befragte, die als Selbstentscheider ohne Berater investieren, ergab, dass fast ein Drittel der Depots deutscher Privatanleger im laufenden Jahr einen Gewinn von über sechs Prozent ausweisen. 21 Prozent haben seit Jahresbeginn zwischen ein und sechs Prozent erwirtschaftet. Ein Zehntel der Befragten hat keine Wertänderung im Depot zu verzeichnen, während elf Prozent Verluste zwischen ein und sechs Prozent hinnehmen mussten. Jedes vierte Depot hat in diesem Jahr über sechs Prozent an Wert verloren.

Lars Brandau, Geschäftsführer des DDV erklärt die Ergebnisse wie folgt: „Das laufende Jahr war für Anleger am Kapitalmarkt vergleichsweise turbulent. Sorgen rund um die globale Konjunktur, die Rohstoffpreise, politische Risiken und die Geldpolitik der Zentralbanken waren ursächlich für erhebliche Schwankungen. Der DAX notiert im November ungefähr auf dem Niveau vom Jahresbeginn. Viele Investoren nutzten strukturierte Wertpapiere, um sich einerseits gegen Verluste abzusichern, aber andererseits dennoch einträgliche Renditen zu erzielen.“ (ah)

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