Trump, Erfolg und Stupid German Money

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Bei aller Sprunghaftigkeit und unfreiwilliger Komik von Donald Trump: Die Wirtschaftslage der USA ist gut, Tendenz steigend. Der Wohnungsmarkt ist in den prosperierenden Regionen für Anleger sehr lukrativ. Scheinbar ist Trump in Sachen Wirtschafts-, Finanz- und Immobilienpolitik angekommen. DNL, der „Newcomer“ auf dem US-Immobilienmarkt, der schon seit 2001 in den USA aktiv ist und damit längst kein Newcomer mehr ist, beweist eindrucksvoll, wie viele Projekte man innerhalb kürzester Zeit stemmen kann, wenn der Vertrieb stimmt. Jamestown und BVT liefern seit Jahrzehnten testierte Erfolgsgeschichten für die Anleger ab. Und US Treuhand stand zwar mit einer Riesen Projektentwicklung in Dallas wegen der Immobilienkrise kurz vor einem Desaster. Aber sie haben durchgehalten, 20 Mio. Dollar privates EK investiert und bis heute hart daran gearbeitet, damit der „Victory Park“ zu einer echten Erfolgsstory mit Mittelrückfluss und Rendite für die Anleger wird. Chapeau! Da hätten sich einige börsennotierte Schiffsfondsanbieter mal eine Scheibe abschneiden können! Grund genug, mal bei der Creme de la Creme der US-Immobilieninvestments nachzuhaken. Jamestown hat zurzeit leider keine Beteiligung in Platzierung und sieht deswegen von einer Beantwortung unserer Fragen ab. Alle anderen stellen sich unseren sieben Fragen über Trump, Erfolg und Stupid German Money.

finanzwelt: Mit Trump hat die USA einen US-Präsidenten, der Immobilien nicht nur versteht, sondern auch sein Geld damit verdient. Gibt es im US-Immobilienmarkt einen Trump-Effekt und wie sieht er aus?

Christian Dürr: Die Bilanz des Weißen Hauses liest sich weitaus besser als erwartet. Die Politik der USA ist mehr denn je unternehmerisch geprägt. Die Steuerreform ist weitere Triebfeder des Wachstums. Auf zurücktransferiertes Auslandsvermögen fällt nun ein stark reduzierter Steuersatz zwischen acht und 15,5 % an. Die Unternehmenssteuer haben Trump und sein Team von 36 auf 21 % reduziert. Mit einem gigantischen Investitionsprogramm will die US-Regierung die oft marode Infrastruktur rundum sanieren. Strukturinvestitionen von 1,5 Bio. Dollar stehen auf der Agenda.

Wolfgang J. Kunz: Der Trump-Effekt wird in den USA an allen Top-Standorten positiv wahrgenommen. Durch die Steuerreform hat Trump die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien angefeuert. Obwohl die Kredite sich verteuert haben, stellen wir laufend fest, dass Gewerbeimmobilien sich verteuern. Im Südosten der USA ist die Nachfrage nach erstklassigen Gewerbeimmobilien so stark wie noch nie. Der Immobilienmarkt profitiert auch davon, dass das Wirtschaftswachstum der USA nunmehr ununterbrochen seit elf Jahren anhält. Volker Arndt» Wir können keinen Trump-Effekt im US-Immobilienmarkt feststellen. Aus unserer Sicht sind die prosperierende Wirtschaft, niedrige Arbeitslosenzahlen, steigende Löhne und ein vernünftiges Zinsniveau die entscheidenden Faktoren für eine positive Immobilienmarktentwicklung. Und hier macht die Regierung der USA sehr viel richtig.

Warum die Subprime-Krise dem Erfolg des US-Immobilienmarktes langfristig nichts anhaben konnte und welche Standorte interessant sind, lesen Sie auf Seite 2