Threadneedle: Rohstoffmärkte weiterhin bullish

David Donora, Manager des Threadneedle Enhanced Commodities Fund, geht in einem aktuellen Kommentar auf die Entwicklung der Rohstoff-Märkte ein und kommt zur Erkenntnis, dass der anhaltend hohe Ölpreis den Aufwärtstrend an den Rohstoffmärkten forciert.

(fw/ah) “Die Rohstoffmärkte legten im Februar weiter zu, weil die Investoren risikobehaftete Anlageformen nach wie vor positiv beurteilten. So kletterte der Dow Jones UBS Commodities-Index im Monatsverlauf um 2,70 Prozent nach oben. Angeführt wurde er dabei von hohen Zuwächsen im Segment der aus Öl gewonnene Energien. Die Energiekomponente hat sich erneut äußerst erfreulich entwickelt, was in erster Linie auf den Aufwärtstrend bei Rohöl der Marke Brent sowie auf die Sparte Ölprodukte zurückzuführen war. Im Erdgassektor hat sich der Markt angesichts der anhaltenden Eindeckung im Zusammenhang mit Leerverkäufen inzwischen zwar offenbar bei einer Basis von etwa 2,50 USD/Mio. BTU eingependelt, allerdings war der im März auslaufende Kontrakt sehr niedrig.

Die Ankündigungen von Chesapeake, Encana und ConocoPhillips, ihre Fördermengen bei Trockengas angesichts des zurzeit schwachen Marktumfelds zu drosseln, hatten zur Folge, dass zuletzt verstärkt Leerverkäufe eingedeckt wurden. Diese feste Tendenz könnte allerdings nur von kurzer Dauer zu sein. Aus den wöchentlich von der CFTC veröffentlichten “Commitment of Traders”-Berichten ging jüngst hervor, dass die Spekulanten ihre Short-Positionen momentan rasant verringern, so dass der Erdgasmarkt inzwischen nicht mehr so deutlich geshortet wird wie noch im vergangenen Jahr. Obwohl Erdgas neben Kohle angeblich verstärkt zur Stromerzeugung genutzt wird, sind die Lagerbestände bei US-Erdgas derzeit besorgniserregend hoch, weil die Nachfrage aufgrund der warmen Temperaturen in diesem Winter lediglich gering war. Deshalb gehen wir davon aus, dass dieses Segment angesichts der bevorstehenden Zwischensaison weiter schwach tendieren wird. Unsere Transaktionen im Energiesektor, von denen wir sehr überzeugt sind, behalten wir unverändert bei. Darüber hinaus vertreten wir nach wie vor die Auffassung, dass der Bereich der aus Öl gewonnenen Energien auch in den nächsten Monaten durch die Entwicklung auf der Angebotsseite sowie die geopolitischen Spannungen im Mittleren Osten bestimmt werden wird. Am stärksten übergewichtet bleiben wir im Segment raffinierte Produkte, in dem das Marktumfeld in den ersten Wochen dieses Jahres bereits angespannter geworden ist. Im Gegensatz dazu wird die Sparte US-Erdgas unseren Erwartungen zufolge weiter schwach tendieren, weil wir allmählich in die Zwischensaison eintreten, während sich die Lagerbestände für diese Jahreszeit auf Rekordhochs befinden.”

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