Tesla will Versicherungsmarkt aufmischen

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Deutschlands Versicherer bekommen möglicherweise bald prominente Konkurrenz aus Übersee. Tesla möchte auch hierzulande Versicherungen anbieten. Eine erste Hürde wurde bereits genommen. Bei den Plänen geht es um weit mehr als nur um die Kfz-Versicherung.

Im aktuellen BaFin-Journal taucht ein Unternehmensname auf, der eigentlich weniger mit der Versicherungsbranche assoziiert wird: Tesla. So hat die in Malta ansässige Tesla Insurance Limited eine deutsche Niederlassung errichtet und von der deutschen Finanzdienstleistungsaufsicht die Erlaubnis erhalten, in zehn verschiedenen Sparten den Geschäftsbetrieb aufzunehmen: Neben Kasko-Versicherungen für Landfahrzeuge kann der neue Versicherer auch Policen in der Unfall-, der Feuer- und Elementarschaden-, der allgemeinen Haftpflicht auch in der Rechtsschutzversicherung anbieten. Sitz der neuen Gesellschaft wird das brandenburgische Grünheide (Mark) sein, wo der Elektroautobauer derzeit seine Gigafactory baut. Bevollmächtigter der Gesellschaft ist laut BaFin-Journal Andrew Wright.

Teslas Einstieg in den deutschen Versicherungsmarkt ist nicht ganz neu: Bereits seit 2019 können sich Autofahrer in Kalifornien ihr Auto bei Tesla versichern, in weiteren US-Bundesstaaten ist ebenfalls die Markteinführung geplant.

Dass mit Tesla ein branchenfremdes Unternehmen auf dem Versicherungsmarkt auftaucht, setzt einen Trend fort: Im vergangenen Jahr brachte IKEA eine Haushaltsversicherung auf den Markt (finanzwelt berichtete). Zudem wird schon länger darüber spekuliert, ob Amazon bald auf dem Versicherungsmarkt aktiv sein wird. (ahu)