Teil 2: Geld anlegen mit hoher Rendite

25.09.2016

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Wer profitiert von den Niedrigzinsen? Rentiert es sich überhaupt noch Geld anzulegen, wenn die Zinsen so niedrig sind? Gibt es trotzdem noch Anlagen mit hoher Rendite? Die Themenreihe geht auf all diese Fragen ein und zeigt ertragreiche und renditestarke Alternativen zu Sparbuch, Tagesgeld und Co. auf.

Teil 2:

Bei unter 1 Prozent auf Sparzinsen seit nun mehr als fünf Jahren ist das „herkömmliche“ Sparen auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten sehr unattraktiv geworden. Viele Deutsche sehen in der Nullzinspolitik der EZB eine Enteignung der Sparer und den Zentralbankchef Mario Draghi als den personifizierten Geldvernichter. Während der Anreiz zum Sparen derzeit immer weniger wird, geben die Deutschen gleichzeitig immer mehr Geld aus, denn die Aufnahme von Krediten und Darlehen ist so günstig wie noch nie zuvor. Es gibt also auch Gewinner bzw. Profiteure in der Ära der Niedrigzinspolitik, die laut Experten noch über Jahre hinaus dauern wird. Niedrige Zinsen begünstigen die Aufnahmen von Krediten für Investitionen sowie Immobilien- und Konsumschulden für einen breiten Personenkreis. So überlegen sich immer mehr Menschen – auch die, die es sich bei höheren Zinsen nicht leisten könnten – eine Immobilie zu erwerben. Ob es dabei zu vorschnellen Kaufentscheidungen kommt, sei einmal dahin gestellt. Für den Kauf der eigenen vier Wände sind die niedrigen Zinsen momentan sehr verlockend. Immobilienbesitzer, die in den vergangenen fünf Jahren einen Kredit aufnahmen, sparten laut der Bild-Zeitung seit 2011 rund 85 Milliarden Euro Zinskosten ein. Allerdings kann die Aufnahmen von Darlehen und Krediten in der Baufinanzierung bei sehr niedrigen Tilgungsraten in Kombination mit niedrigen Zinsen zu einer Gefahr werden: Aufgrund der niedrigen Tilgung bleibt bei Ablauf der vereinbarten Zinsfestschreibung noch eine hohe Restschuld. Weiterhin verlängert sich die Gesamtlaufzeit des Darlehens deutlich. Von den niedrigen Zinsen profitieren jedoch Verkäufer von Immobilien. So hat die Bundesbank in den 127 größten deutschen Städten seit 2010 einen Zuwachs von 35 Prozent der Immobilienpreise errechnet. Das niedrige Zinsniveau in der Eurozone erfreut kurzfristig auch die Haushaltspolitiker in den Mitgliedsländern. So hat Deutschland das erste Mal seit 45 Jahren einen ausgeglichen Haushalt vorzulegen. Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel hat ausgerechnet, dass der Staat seit 2009 mehr als 100 Milliarden Euro an Zinsen gespart hat. Die Gesamtersparnis liegt sogar noch höher. Weil Kommunen und Länder den größeren Teil der Schulden tragen, können auch sie sich nun viel billiger Geld leihen. Insgesamt ist die Staatschuldenquote in Deutschland laut Eurostat seit 2010 von 81 auf 71 Prozent gefallen. Trotz des günstigen wirtschaftlichen Umfelds nutzen viele Regierungen die Situation jedoch nicht, um ihre Haushalte nachhaltig zu konsolidieren und für künftige Krisen zu rüsten, sondern sehen darin eine Gelegenheit, weitere Staatsschulden aufzunehmen, ohne die Zinslast zu erhöhen. Für die langfristige Entwicklung der öffentlichen Haushalte, die Altersvorsorge und die Finanzmarktstabilität birgt das niedrige Zinsniveau teils erhebliche Risiken. Laut Experten würde jedoch ein verfrühter Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik den Abbau überhöhter Schulden nicht beschleunigen, sondern verlangsamen und den Deflationsdruck verschärfen. Die nächsten Gewinner in der Niedrigzinsphase sind die Arbeitnehmer. Der Leitzins wurde von der EZB auf null Prozent gesenkt, um einer Deflationsgefahr entgegen zu wirken, die Inflationsrate Richtung der gewünschten 2 Prozent zu treiben und die Wirtschaft im europäischen Raum zu stärken. In Deutschland sind die Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt wegen der guten Wirtschaftslage und generell niedriger Arbeitslosenquote zwar nicht stark zu spüren, in anderen Krisenländern wie Italien, Spanien oder Griechenland stieg die Beschäftigung deutlich an. Auch die Börsen wurden von den niedrigen Zinsen beeinflusst. Der DAX hat seit 2010 um mehr als 60 Prozent zugelegt. Davon profitierten mehrheitlich institutionelle Investoren, Großanleger und Investmentbanken. Die meisten Kleinanleger gingen leer aus, da ihnen Aktien oft nicht geheuer und außerdem zu riskant sind. Laut Bundesbank stecken nur rund 15 Prozent des gesamten deutschen Geldvermögens in Aktien und Investmentfonds und das, obwohl sich Geldanlagen in Form von Festgeld, Sparbüchern, Versicherungen und Tagesgeld bei den niedrigen Zinsen heutzutage wirklich nicht mehr lohnen. Dabei gibt es Anlage-Alternativen, die mittelfristig durchaus Renditen von 3 bis 5 Prozent p.a. für Ihre Geldanlage erzielen. Passend zu diesem Thema bietet das Institut für strategische Investmentberatung (isi) ein kostenloses Webinar an mit dem Titel „Sicherheit und Rendite im Gleichgewicht – Die richtige Vermögensanlage Siehe auch: (rm)

Teil 1: Geld anlegen mit hoher Rendite

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