SV: Neue Sachwert-Police für die Privatrente

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Die SV-Versicherung meldet statt „roter“ Zahlen, gute Ergebnisse in der Altersvorsorge. Ein Trend zur Investment-Police zeigt sich vor allem in der Privatrente. Eine Sachwert-Lösung ging neu an den Start.

2016-02-10 (fw/db) Der SV Konzern, ein Mitglied der SV Finanzgruppe, meldet die Zahlen für das Geschäftsjahr 2015. Nach den vorläufigen Geschäftszahlen sind die gebuchten Bruttobeiträge im Stuttgarter Konzern im vergangenen Jahr mit 3,24 Milliarden Euro konstant geblieben.

„Mit dem Geschäftsverlauf in der Lebensversicherung und in den Schaden-Unfallversicherungen sind wir zufrieden. Uns wird das Thema Regulatory, insbesondere die Umsetzung von Solvency II, stark beschäftigen. Auch werden wir unsere Digitalisierungsstrategie weiter fortsetzen. Im Zentrum unseres Handelns stehen aber weiterhin unsere Kunden: Wir arbeiten täglich daran, die erste Wahl für die Menschen in unseren Regionen zu sein. Dass wir dafür die richtigen Produkte haben, sehen wir an der stabilen Geschäftsentwicklung. Wir sind gut aufgestellt“, sagt Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen Versicherung (SV), eine Tochter der SV Finanzgruppe.

Hohe Nachfrage nach Existenz- und Privat-Schutz

In den Schaden-Unfallversicherungen stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 3,8 Prozent von 1,36 auf 1,41 Milliarden Euro. Das Neugeschäft wuchs nach Bestandsprämie in den Privatsparten um 2,1 Prozent von 21,0 auf 21,5 Millionen Euro. Wachstumstreiber waren hier vor allem die Sparten Unfall (+13,7 Prozent), Haftpflicht (+5,0 Prozent) und Hausrat (+3,9 Prozent).

Das Produkt „Existenz Schutz“, eine Absicherung gegen Unfall, Krankheit und Berufsunfähigkeit, etablierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter. Die SV konnte 2015, im zweiten Jahr nach der Einführung, über 4.900 Verträge neu abschließen. Die Lösung „Privat Schutz“ für die private Klientel hat seit der Einführung vor vier Jahren 1,1 Millionen Verträge im Bestand. Allein 2015 kamen knapp 358.000 Verträge hinzu.

Das Kraftfahrtgeschäft entwickelt sich weiter positiv. Die gebuchten Bruttoprämien stiegen um 7,8 Prozent von 211,5 auf 228,1 Millionen Euro. Insgesamt erzielte die SV in Kraftfahrt ein Wachstum von über 47.800 Verträgen, das sind fünf Prozent mehr als noch im Vorjahr. Die Schaden-Kostenquote in Kraftfahrt stieg von 93,7 auf 97,5 Prozent.

„Die Schaden-Kostenquote liegt das zweite Jahr in Folge unter der 100-Prozentmarke. Damit haben wir in Kraftfahrt eine gesunde Mischung aus Schäden und Ertrag“, so Wolff von der Sahl.

Mehr Schäden durch Unwetter

Insgesamt hat die SV 2015 für Schäden durch Unwetterereignisse 110,1 Millionen Euro ausbezahlt, das waren 46,4 Prozent mehr als noch im Vorjahr, das eines der schadenärmsten Jahre bei der SV war.

„2015 war für uns wieder ein normales Elementarschadenjahr. Vom Klima her war es aber ein sehr extremes Jahr. Es war nach 2014 das wärmste Jahr seit der Wetteraufzeichnung mit Hitzerekorden im Sommer“, kommentiert Wolff von der Sahl diese Entwicklung.

Im Geschäftsgebiet der SV hinterließen besonders im Frühjahr und Sommer Stürme und Hagel ihre Spuren. Am 31. März 2015 verursachte beispielsweise Sturm Niklas Schäden an über 25.000 Gebäuden und Fahrzeugen mit einem Aufwand von 32,8 Millionen Euro.

„Wetterextreme nehmen deutlich zu. Die Veränderung des Klimas ist in vollem Gange. Wir können uns daher nicht zurücklehnen“, warnt Wolff von der Sahl.

Die gesamten Bruttoschadenaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr um 8,4 Prozent von 916,6 auf 993,6 Millionen Euro. Die Schaden-Kostenquote in den Schaden-Unfallversicherungen sank von 88,2 auf 85,5 Prozent und bleibt im Verhältnis zum Durchschnittsergebnis der Branche profitabel.

Altersvorsorge: Investmentpolice stark nachgefragt

Insgesamt sanken in der Sparte Leben die gebuchten Bruttoprämien von 1,87 auf 1,83 Milliarden Euro. Das Neugeschäft ging nach Beitragssumme um 7,3 Prozent von 3,0 auf 2,78 Milliarden Euro zurück. „Trotz der aktuellen Rahmenbedingungen mit der Niedrigzinsphase sind wir mit dem Geschäftsergebnis in der Lebensversicherung zufrieden“, so Vorstandschef Wolff von der Sahl.

Gleichzeitig sank die Stornoquote nach laufendem Jahresbeitrag deutlich von 4,3 auf 4,0 Prozent und liegt weiter unter der der Branche mit 4,4 Prozent (Stand: 30.09.2015).

„Die Stornoquote auf Tiefstand sagt uns, dass es keine Flucht aus der Altersvorsorge gibt. Die Menschen wissen, dass Vorsorge wichtig ist. Wir sehen dabei deutlich, dass sich der Trend weg von der klassischen Kapitalbildenden Lebensversicherung hin zur Rentenversicherung verstärkt. Unsere Rentenversicherung Index Garant ist mit Abstand das beliebteste Altersvorsorgeprodukt“, so Wolff von der Sahl für sein Haus zum aktuellen Trend im Markt für Altersvorsorge.

Vor allem die Investmentpolice sei 2015 in der privaten und betrieblichen Altersversorgung (bAV) nachgefragt worden. Knapp 39.000 Index Garant-Verträge inklusive der bAV-Variante wurden 2015 policiert, die Beitragssumme stieg von 1,3 auf 1,5 Milliarden Euro. Bereits 68 Prozent der 2015 verkauften privaten Rentenversicherungen gingen auf das Konto des indexbasierten Produktes. Im September 2015 ergänzte folglich die SV ihr Angebot an einem Index orientierten Lösungen. Neben den Aktienindices EURO STOXX 50, „Volatil Index Performance“ gibt es neu das „Sachwerte-Index Trend Portfolio“.

Dietmar Braun