SV-Chef Wolff von der Sahl wird 60

Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl
Bernd-Ulrich Wolff von der Sahl

Der Vorsitzende des Verbandes der öffentlichen Versicherer und Chef der Sparkassenversicherung in Stuttgart feiert den 60. Geburtstag. Mit 60 fängt das Leben an, das gilt auch für den SV-Manager.

2016-04-21 (fw/db) Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl, seit Januar 2005 Vorstandsvorsitzender der SV Sparkassen Versicherung (SV) in Stuttgart, feiert am 21. April 2016 seinen 60. Geburtstag. Wolff von der Sahl hat den Versicherungskonzern konsequent und erfolgreich neu ausgerichtet. Bevor Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl den Vorstandsvorsitz der SV übernahm, war er bereits Vorstandsvorsitzender der SV Sparkassen Versicherung Hessen-Nassau-Thüringen (SV HNT). Als diese im Januar 2004 mit  den SV Versicherungen in Baden-Württemberg fusionierte, war Wolff von der Sahl zunächst stellvertretender Vorstandsvorsitzender, um im Januar 2005 an die Spitze des SV-Konzerns aufzurücken. Er hat diese erste länder- und verbandsübergreifende Fusion unter den öffentlichen Versicherern entscheidend mitgestaltet. Die bereits in der SV HNT begonnenen Veränderungen, insbesondere im IT-Bereich, hat er konsequent fortgeführt. Seine klar formulierten Ziele waren Effizienz und Kostensenkung, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhöhen. Wolff von der Sahl trieb die vollständige Neuorientierung der IT-Anwendungen und ein tief greifendes Kostensenkungsprogramm voran. Das Ergebnis: Die Kostenquoten der SV sanken in der Lebensversicherung von 3,4 auf 1,8%, beim Schaden/Unfallversicherer von über 30% auf 25,1%. Und dies trotz immer größerer Regulierungsanforderungen.

Mit neuen Produkten auf der Erfolgsspur

Ein weiterer Schlüssel des Erfolgs sind neue Produktwelten, wie Index Garant in der Altersvorsorge oder die Baukastenprodukte Privat Schutz und Firmen Police in der Sachversicherung. Die frühzeitige Orientierung in Richtung einer intensiven und breit gefächerten Arbeitgeberberatung in der betrieblichen Altersversorgung war eine wegweisende Entscheidung. Der Erfolg lässt sich ablesen an einem guten Neugeschäft und geringen Storno- und Beschwerdequoten. Die SV hat sich unter der Ägide von Wolff von der Sahl eine gute Position im Markt erarbeitet. Sie gehört bundesweit zu den größten Gebäudeversicherern und zu den großen Anbietern in der privaten und betrieblichen Altersvorsorge. Unabhängige Stellen zeichnen das Unternehmen regelmäßig für seine Finanzstärke, Kundenfreundlichkeit, Beratungsqualität und Schadenbearbeitung aus. Die SV ist wirtschaftlich stark und arbeitet profitabel. Der Konzern hat trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine hohe Solvabilität und ein gutes Kapitalanlageergebnis vorzuweisen. Selbst das größte Schadenereignis in der Firmengeschichte, der Hagel von 2013 mit einer Schadensumme von über 600 Mio. Euro, konnte die SV gut bewältigen.

Enge Kooperation unter den öffentlichen Versicherern

Als einer der Verfechter einer engen Kooperation unter den öffentlichen Versicherern wurde Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl 2012 von der Mitgliederversammlung des Verbands öffentlicher Versicherer zum neuen Verbandsvorsitzenden gewählt. Seit 2002 war er dort Mitglied im Verwaltungsrat und leitete zuvor verschiedene Ausschüsse und Kommissionen des Verbands. Auch in Gremien der Spitzenverbände der Versicherungswirtschaft bringt Wolff von der Sahl seine Expertise ein. Zudem gehört er den Aufsichtsräten der Deutsche Rückversicherung Aktiengesellschaft und der ÖRAG Rechtsschutzversicherung-AG an. Im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ist er im Präsidium sowie im Hauptausschuss Schaden- und Unfallversicherung. Darüber hinaus gehört er dem Vorstand des Versicherungsombudsmann e. V. an. Für das große Engagement der öffentlichen Versicherer im Brandschutz und seinen persönlichen Einsatz für das Feuerwehrwesen ist Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl 2014 vom Deutschen Feuerwehr-Verband mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet worden. Wolff von der Sahl lebt in Stuttgart, ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.

Lange Karriere in der Versicherungswirtschaft

Wolff von der Sahl begann seine berufliche Karriere 1985 bei der Magdeburger Versicherungs-Gruppe in Hannover als Leiter im Bereich Landwirtschaft. 1990 wechselte er als stellvertreten­der Abteilungsleiter “Landwirtschaft” in die Landschaftliche Brandkasse Hannover (VGH) und wurde ein Jahr später Vorstandsmitglied bei der Öffentlichen Feuerversicherung Sachsen-Anhalt (ÖSA). Hier verantwortete er bis 1996 die Bereiche HUK- und Sachversicherungen. 1997 wechselte er in den Vorstand der SV HNT und verantwortete bis 2000 die Bereiche Sach-Schaden, Kraftfahrt- und Haftpflicht- sowie Landwirtschaftliche Versicherungen. 2001 wurde er Vorstandsvorsitzender der SV HNT. Dietmar Braun