Studie: Trend zu passiven Investments hält an

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In den Depots der privaten Anleger wird in den kommenden drei Jahren allein der Anteil von passiven Anlageprodukten weiter steigen, und zwar um je 2 Prozentpunkte. Dies ergab das Trendbarometer Zertifikate 2011, eine repräsentative Befragung der Steinbeis Hochschule Berlin im Auftrag der DZ BANK.

(fw/ah) Die arg kritisierten Zertifikate dürften künftig wieder an Reputation gewinnen. Nahezu jeder zweite Branchenexperte erwartet zudem für Zertifikate ein Marktwachstum von 5 bis 15 %. “Das erwartete Marktwachstum geht einher mit der Rehabilitation der Produktkategorie als solche. War die Imageverbesserung von Zertifikaten im Jahr 2009 noch für jeden zweiten Bankberater und Vermögensverwalter ein wichtiger Faktor für die Erhöhung des Investitionsvolumens, ist dies 2011 nur noch für jeden zehnten relevant”, sagt Matthias Kinttof, Leiter Produktentwicklung bei der DZ BANK. Zugleich haben die Branchenexperten Erneuerbare Energien und Energieeffizienz als maßgebliches Zukunftsthema im Zertifikatemarkt ausgemacht.

Nach der Erhebung sollen der Anteil an Zertifikaten in den Depots der privaten Anleger von derzeit 10 auf 12% im Jahr 2014 sowie der Anteil an passiven Investmentfonds von 7 auf 9 % steigen. Die Anteile an aktiv gemanagten Investmentfonds werden dagegen nach Meinung der Befragten von 32 auf 30 % zurückgehen. Auch der Anleihenanteil wird sinken (von 29 auf 27%). Aktien (16%) und geschlossenen Fonds (4%) werden auf dem heutigen Stand verharren.

Hintergrund: Im Rahmen des Trendbarometer Zertifikate 2011 der Steinbeis-Hochschule Berlin wurden rund 200 Vermögensverwaltern, Bankberatern und Wertpapierspezialisten befragt.

www.dzbank.de