Studie: Stellenwert der Corporate Governance steigt

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Über ¾ der deutschen Kreditinstitute bewerten die Einhaltung gesetzlicher und selbstverpflichtender Vorschriften (Unternehmensführung) als bedeutende Managementdisziplin für das eigene Institut. Dies geht aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Steria Mummert Consulting hervor.

(fw/ah) Als zentrale Gründe werden neben dem Schutz eigener Mitarbeiter (87 Prozent), die Risikominimierung (83 Prozent) und der Reputationsschutz (83 Prozent) in den vordergrund gestellt. Theorie und Praxis weichen hierbei jedoch voneinander ab. So wird die Compliance-Lagebewertung künftig noch fundierter sein müssen als heute üblich.
In der stark regulierten Finanzbranche ist die Komplexität der Compliance- und Corporate-Governance-Anforderungen besonders hoch – ebenso der bereits erreichte Reifegrad. Die jüngsten Gesetzesnovellen für Banken und Versicherungen setzten in der Compliance-Risikobewertung dennoch neue Maßstäbe. So müssen beispielsweise Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstige Straftaten künftig als ein Komplex betrachtet und gesamthaft bewertet werden. Das wirkt sich unmittelbar auf die Analyse von Kundenbeziehungen aus, um etwa Vortaten zur Geldwäsche wie Steuerhinterziehung zu verhindern. Diese detaillierten Prüfkriterien gelten für die gesamte Unternehmensgruppe, also auch für alle Konzerngesellschaften im Ausland.

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