Studie: Jeder zweite hält Finanzthemen für interessant

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Interesse an Finanzen in den neuen Bundesländern größer als in den alten. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle GfK-Studie über Finanzbildung. An der Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag des Finanzvermittlers AVL haben bundesweit 1088 Menschen ab 14 Jahren teilgenommen.

(fw/rm) Rund die Hälfte aller Deutschen interessiert sich für Finanzthemen. Die Befragten antworteten hinsichtlich Altersvorsorge bundesweit einheitlich. In Bezug auf Immobilien unterscheiden sich die Meinungen jedoch sehr. Während in den neuen Bundesländern lediglich 8,5 Prozent der Studienteilnehmer das Thema für interessant halten, liegt der Anteil in den alten Bundesländern mit 15,9 Prozent fast doppelt so hoch. Einig sind sich alle Befragten mit Finanzinteresse darin, dass mehr Finanzbildung nötig wäre: Das fordern 84,4 Prozent. In den alten Bundesländern liegt der Anteil hier mit 86,3 Prozent etwas höher als in den neuen mit 78,1 Prozent. Spitzenreiter sind die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Hamburg, Baden-Württemberg liegt im Mittelfeld, Schlusslicht bildet Schleswig-Holstein. Mit 61,7 Prozent der Teilnehmer in den neuen Bundesländern geben dort eine deutliche Mehrheit an, sich für Finanzfragen zu interessieren. Die Quote liegt somit höher als in den alten Bundesländern mit 54,2 Prozent. Gerade unter den Befragten in Sachsen-Anhalt mit 78,9 Prozent. Aber auch in Hamburg mit 76,2 Prozent, äußerte ein besonders hoher Anteil sein Interesse. Schleswig-Holstein hingegen bildet mit nur 39,7 Prozent das Schlusslicht. Ziemlich genau zur Hälfte teilen sich die Standpunkte der Teilnehmer in Baden-Württemberg: Etwa jeder Zweite hält Finanzthemen für interessant. Ganz konkret legt ein Großteil mit 64,3 Prozent von ihnen dabei einen Akzent auf Fördermöglichkeiten wie Zulagen und Steuervorteile – eine Tendenz, die sich im gesamten Bundesgebiet abzeichnet. Im Hinblick auf den Stellenwert, der den anfallenden Kosten beigemessen wird, bleibt Baden-Württemberg allerdings hinter dem deutschlandweiten Durchschnitt zurück: Von allen Befragten mit Finanzinteresse fokussiert fast die Hälfte das Thema, in Baden-Württemberg liegt der Anteil lediglich bei 35,6 Prozent. In Hamburg hatte das Thema hingegen für jeden finanzinteressierten Befragten dieser Studie hohe Relevanz. „Neben den Förderungen und Chancen, beispielsweise durch Kursgewinne oder Zinsen, haben auch anfallende Kosten großen Einfluss auf die Attraktivität von Finanzprodukten und machen häufig den entscheidenden Unterschied. Denn je mehr Geld in Provisionen und Gebühren fließt, desto geringer sind das Anlagevolumen und somit auch die Erträge“, sagte Uwe Lange. Über alle Ländergrenzen hinweg gibt es ein einhelliges Votum für mehr Finanzbildung. Dafür werden mehr Lehrer, spezialisierte Hochschuldozenten und Praktiker der Finanzbranche gebraucht. „Dieses Ergebnis deutet drei Säulen an, auf die sich die Finanzbildung stützen könnte“, sagt Uwe Lange, Gründer und Geschäftsführer des Finanzvermittlers AVL aus Weinstadt. „So wäre beispielsweise ein denkbarer Ansatz, mehr ökonomisches Grundwissen und Finanzthemen in den regulären Schulstoff zu integrieren und zusätzlich Hochschullehrer und Praktiker aus der Finanzbranche zu konkreten Fragestellungen einzuladen, um das Spezialwissen zu vertiefen.“ Die komplette GfK-Studie finden Sie hier zum Download www.avl-investmentfonds.de