Studie: Beschränkte Auswahl bei Riester-Rente

Eine aktuelle Studie kritisiert, dass Riester-Sparern eine zu geringe Bandbreite unterschiedlicher Produkte zur Verfügung stehe / Foto: © freshidea - stock.adobe.com

Eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge in Zusammenarbeit mit der DWS zeigt, dass Altersvorsorgesparer bei der staatlich geförderten Basisrente über einen wesentlich größeren Entscheidungsspielraum hinsichtlich der Renditechancen und des Risikopotentials verfügen als bei der fondsgebundenen Riester-Rente.

Dabei komme letztere für eine viel größere und heterogenere Zielgruppe in Frage. Ein Vergleich der Chance-Risiko-Klassen, de denen die analysierten Angebote gehörten, zeigte zudem erhebliche Unterschiede zwischen der Basisrente einerseits und den Angeboten für eine fondsgebundene Riester-Rente andererseits.

Zu wenig Riester-Produkte für risikobereite Sparer

Die Chance-Risiko-Profile wurden anhand der Produktinformationsstelle Altersvorsorge verglichen. Dabei fällt die Verteilung der Chance-Risiko-Klassen sehr unterschiedlich aus. So konzentriert sich die Verteilung der Chance-Risiko-Profile bei den untersuchten Riester-Renten auf die Klasse 2. Somit werden die Beiträge der Sparer vor allem sicherheitsorientiert und mit damit auch mit begrenzten Ertragschancen angelegt. Somit fällt es Riester-Sparern schwer, passende Angebote zu finden, um zu Gunsten eines höheren Ertrages etwas mehr Risiko in Kauf zu nehmen.

Bei der Basisrente besitzen die Kunden insbesondere bei Produkten mit einer Einordnung in die Chance-Risiko-Profile der Klassen 3 bis 5 eine sehr gute Auswahl an verschiedenen Anbietern bzw. Tarifen und können somit entsprechen ihrer Risikoneigung Produkte wählen. Die Autoren der Studie plädieren deshalb für eine Flexibilisierung der Bruttobeitragsgarantie bei der Riester-Rente, um die Vielfalt der Angebote zu vergrößern. (ahu)

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