Stimmung auf Immobilienmarkt sinkt

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Der von der BF.direkt AG veröffentlichte BF.Quartalsbarometer 2017 ist erheblich gefallen und liegt nun bei einem Wert von 0,11, nachdem er im Vorquartal noch bei 2,05 lag. Dies bedeutet, dass der Immobilienmarkt sehr ausgeglichen ist.

Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Anteil der Befragten, die die aktuelle Lage am Finanzierungsmarkt als progressiv einstufen, erheblich gefallen ist – von 47 Prozent im Vorquartal auf 22 Prozent. „Wir führen diese weniger optimistische Erwartung vor allem auf die größere Unsicherheit am Markt zurück“, kommentiert Francesco Fedele, CEO der BF.direkt AG. „Diese resultiert unserer Meinung nach aus den Zinsanhebungen in den USA und auch aus den noch unklaren Auswirkungen der Wirtschaftspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Steffen Sebastian, Professor für Immobilienfinanzierung an der Universität Regensburg und wissenschaftlicher Berater des BF.Quartalbarometers, dazu: „Wir beobachten in Deutschland seit Oktober 2016 einen langsamen, aber kontinuierlichen Anstieg der langfristigen Zinsen, obwohl die EZB ihre stark expansive Geldpolitik weiterhin verfolgt. Auch hierin spiegelt sich die steigende Unsicherheit wieder. Darüber hinaus zeigt dies, dass die Geldpolitik zwar ein sehr wichtiger, aber nicht der allein entscheidende Faktor im Zinsgeschäft ist.“

Margen wieder nahe am Tiefststand der letzten beiden Jahre

Der Barometerwert sanken auch, weil die Margen der Finanzierer im Vergleich zum Vorquartal zurückgegangen sind. Diese bewegen sich, sowohl bei der Finanzierung von Projektentwicklungen als auch von Bestandsimmobilien, derzeit wieder nahe am tiefsten Stand der letzten beiden Jahre. Während die Durchschnittsmarge bei Projektentwicklungen (über alle Nutzungsarten) von 194 Basispunkten im Vorquartal auf nun 181 Basispunkte fiel, war der Rückgang bei Bestandsfinanzierungen etwas kleiner, nämlich 5 Basispunkte, von 140 auf 135. „Den Hauptgrund für die sinkenden Margen sehen wir im nach wie vor starken Wettbewerb der Finanzierer untereinander“, kommentiert Manuel Köppel, CFO der BF.direkt AG.   

Zur Ermittlung des BF.Quartalsbarometers befragten BF.direkt und bulwiengesa insgesamt über 120 Experten, die größtenteils mit der Vergabe von Krediten an Immobilienunternehmen betraut sind. Das Panel besteht aus Vertretern unterschiedlicher Bankentypen. Der Barometerwert errechnet sich aus den verschiedenen Bestandteilen des Fragebogens. Zu den analysierten Komponenten gehören die Einschätzung zur Veränderung der Finanzierungsbedingungen, der Entwicklung des Neugeschäfts, der Höhe der gewährten Kredittranchen, der Risikobereitschaft der Finanzierung nach Assetklassen, der Höhe der LTV-/LTC-Werte, der Entwicklung der Margen, der Bedeutung alternativer Finanzierungsmöglichkeiten und der Entwicklung der Liquiditätskosten. (ahu)
die ausführlichen Ergebnisse des BF-Quartalsbarometers gibt es hier