Stakeholder statt Shareholder

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Corona hat, neben den gesundheitlichen Aspekten, auch den Blick auf gesamtgesellschaftliche Belange verändert. Das Miteinander gewinnt wieder an Bedeutung. Auch das ESG-Thema ist im Zuge dessen keineswegs in den Hintergrund gerückt. Im Gegenteil. Das belegt auch eine Umfrage von Fidelity Investments unter Analysten. Die wichtigsten Ergebnisse lauten demnach:

• Soziale Aspekte werden wichtiger: Mehr als die Hälfte der Fidelity-Analysten erwarten, dass soziale Aspekte bei den von ihnen analysierten Unternehmen wichtiger werden.

• Schub für den Stakeholder-Kapitalismus: Gegenüber den Belangen von Mitarbeitern verlieren die Interessen von Aktionären an Gewicht.

• Mitarbeiter im Fokus: Stärker ins Bewusstsein gerückt sind vor allem Gesundheit und Wohlergehen der Mitarbeiter. Zum Teil schlägt sich das auch in höheren Löhnen nieder. Gleichzeitig werden einige Unternehmen gezwungen sein, ihre Belegschaften zu reduzieren.

• Zwischen Image und Profitabilität: Das stärkere soziale Engagement kann allerdings auch zu Zielkonflikten führen. Schließen sich Gesundheits- und Pharmaunternehmen beispielsweise zusammen, um zum Coronavirus zu forschen und geben Medikamente zum Selbstkostenpreis ab, ist dies gut fürs Image aber schlecht für die Profitabilität. (ah)