Stabilitas: Rohstoffe locken weiterhin

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2011 war kein Rohstoffjahr, da gibt es keinerlei Zweifel. Von Gold einmal abgesehen, ging es für sämtliche Edel- und Basismetalle durchweg nur in eine Richtung: nach unten. Insofern ist Martin Siegel, Rohstoffexperte und Geschäftsführer der Stabilitas Fonds GmbH, für das laufende Jahr durchaus positiv gestimmt.

(fw/ah) “2011 wurde viel Angst gespielt, vor allem mit der europäischen Schuldenkrise. Sorgen vor bevorstehenden Konjunktureinbrüchen sind bereits seit Monaten in sämtlichen Märkten eingepreist”, erklärt Siegel. Der Experte ist aber sicher: “Sobald sich die Lage um den Euro minimal beruhigt, ziehen Investoren ihr Geld aus Bundesanleihen und Geldmärkten wieder ab und investieren in solide Unternehmen. Das treibt in der Folge die Leitindizes nach oben und verschafft auch den Rohstoffen wieder Auftrieb.” Gold verzeichnete 2011 mit über 1.920 US-Dollar wieder ein neues Allzeithoch und auch Silber kletterte zwischenzeitlich auf seinen Rekordwert von 50 US-Dollar pro Feinunze zurück. Zum Jahresende hat sich der Goldpreis bei rund 1.600 US-Dollar eingependelt: “Eine durchaus gesunde Korrektur”, findet der Rohstoffexperte, der darauf hinweist, dass die Nachfrage nach dem physischen Edelmetall ungebrochen ist, während die Korrektur überwiegend Papiergold, wie ETFs und Zertifikate betrifft. In US-Dollar gerechnet ist Gold in der Summe seit Jahresbeginn um rund 10 Prozent gestiegen, Silber hingegen um etwa 9 Prozent zurückgefallen. Für 2012 können Anleger optimistisch sein, da steigende Inflation und weltweite Niedrigzinspolitik weiterhin zu einer Flucht in Sachwerte führen wird. Abgesehen von der deutlich höheren Volatilität, entwickelt sich Silber meist parallel zu Gold, so dass das Potenzial beim weißen Edelmetall deutlich größer ist. “Erreicht Gold einen Wert von über 2.000 US-Dollar, notiert Silber bei über 50 US-Dollar”, prognostiziert Siegel.

“Für Aktien der Minengesellschaften war 2011 ein enttäuschendes Jahr”, resümiert der Stabilitas Experte. “Nach den erfolgreichen Jahren 2009 und 2010 waren die Erwartungen auch für 2011 hoch.” Doch obwohl Gold neue Höchststände erklommen hat, blieben Minenaktien deutlich hinter ihrem Potenzial zurück. Dafür ist die Ausgangslage für 2012 optimal: Den Minengesellschaften geht es gut, sie weisen steigende Gewinne auf und die Aktien sind aktuell extrem günstig bewertet. Allein die Dividendenrendite, die teilweise bei um drei Prozent liegt, macht einen Einstieg attraktiv.

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