Staatsanwaltschaft ermittelt gegen IMC

Mit einem Urteil im Infinus-Prozess ist wohl erst im nächsten Jahr zu rechnen / Foto: © BillionPhotos.com-fotolia.com

Am Freitag gab die Staatsanwaltschaft Mannheim bekannt, dass sie ein Ermittlungsverfahren gegen insgesamt elf Beschuldigte wegen des Verdachtes der Marktmanipulation, der Untreue und des Betruges eingeleitet hat. Zwei der Beschuldigten befinden sich bereits in Untersuchungshaft.

Die Verfahren wurden aufgrund mehrerer Anzeigen der BaFin im Zusammenhang mit der Performance IMC Vermögensverwaltung eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft betont, dass sich keines der Verfahren gegen Muhyddin Suleiman richte, amtierender Vorstand des Mannheimer Unternehmens.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, seit 2009 ein Firmengeflecht zu nutzen, um Anleihen auszugeben und diese zwischen Kapitalanlegern sowie kapitalgebundenen Fonds in abgesprochenen Geschäften an der Börse zu handeln. Die Anleihen seien auch bei den Saphir- und Saphir Global Fonds platziert worden. “Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelte es bei diesen Anleihen lediglich um einen geringen Bruchteil des von der Performance IMC Vermögensverwaltung AG und den Fonds insgesamt verwalteten Anlagekapitals”, heißt es in der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft.

Anfang Juli hatte die Kapitalverwaltungsgesellschaft Hauck & Aufhäuser drei Luxemburger Mischfonds eingefroren, nachdem sie Informationen erhalten hatte, dass die Werthaltigkeit der Fonds nicht gegeben sei. Bei diesen Fonds fungierte die Performance IMC Vermögensverwaltung als Anlageberater. Laut IMC sei das Anleihenvolumen bereits größtenteils durch die Emittenten zurückgezahlt worden.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg wertet derzeit umfangreiches Beweismaterial aus, das in bundesweiten Durchsuchungen beschlagnahmt wurde. Da die Ermittlungen weiter andauern, macht die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben zum Kreis der Beschuldigen und Einzelheiten der Vorwürfe. (ahu)