Sonne, Strand und mehr Rendite

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Ferienimmobilien können sich als Investitionsalternative lohnen. Damit verbundene höhere Anlagerisiken lassen sich dabei durchaus begrenzen, sofern Investoren einige wichtige Punkte beachten.

Ein Ferientraum in den Dünen. Mit Reet gedecktes Dach, wenige Meter bis zum Strand. Wer von solch einer Ferienimmobilie träumt, muss auf Sylt mal kurz bis zu 15 Mio. Euro ausgeben. Am bayerischen Tegernsee werden für ein Haus im alpenländischen Stil mit Blick auf Berge und See etwa 10 Mio. Euro aufgerufen. Immobilien wie diese sind allerdings eher Liebhaber- als Renditeobjekte.

Der Markt für Ferienimmobilien boomt

In den vergangenen Jahren haben die Preise von Ferienhäusern und -wohnungen deutlich angezogen, stellt das Maklerhaus Engel & Völkers (E&V) in seinem aktuellen Ferienimmobilien Marktbericht fest. Im Norden haben sich demnach vor allem Immobilien in den guten Lagen auf Rügen deutlich verteuert, im Süden sind die Preise in Garmisch-Partenkirchen, im Ostallgäu und am Chiemsee deutlich gestiegen. So werden am Chiemsee mittlerweile bis zu 3,5 Mio. Euro für ein Ferienhaus gezahlt. Im vergangenen Jahr lagen die Spitzenpreise noch bei 2,8 Mio. Euro.

Auch bei den Ferienwohnungen beobachten Makler große Preissprünge; insbesondere auf den Ostseeinseln Rügen und Usedom. Auf Rügen wurden im 1. Quartal dieses Jahres für aufwendig sanierte Altbauwohnungen schon Preise bis zu 14.000 Euro/m² bezahlt. Für Neubauwohnungen auf Usedom und Warnemünde wurden jeweils bis zu 10.000 Euro/m² aufgerufen. „Diese Standorte erreichen mittlerweile ein Preisniveau, das mit den größten deutschen Metropolen mithalten kann“, sagt E&V-Vorstand Kai Enders. Er geht davon aus, dass die Preise für Ferienwohnungen und -häuser in den sehr guten Lagen weiter steigen werden.

Rügen, Sylt, Bayerischer Wald

Immer mehr Deutsche verbringen ihren Urlaub mittlerweile im Inland. Die aktuelle Urlauberstudie des Ferienhausportals Fewo direkt kommt zu dem Ergebnis, dass ein Drittel der deutschen Reisenden in diesem Jahr ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung im Inland buchen möchte oder gebucht hat. Rund die Hälfte dieser Urlauber wollen an Nord- oder Ostsee. Erst danach folgen die früheren Urlaubslieblinge wie Spanien mit den Destinationen Mallorca, Teneriffa und der Costa Blanca. Es folgt Italien mit der Toskana, Südtirol, Venetien und Sardinien. Dann erst kommen Frankreich, Österreich, Dänemark und Kroatien. „Auf der Suche nach wertstabilen, renditestarken Sachwerten nehmen Anleger bereits heute verstärkt den Ferienimmobilienmarkt in den Fokus“, weiß Sascha Anspichler von der FP Assetmanagement aus Freiburg. Kein Wunder. Wer ein Direktinvestment in eine Immobilie möchte, findet in den guten Stadtlagen kaum noch Objekte, die eine angemessene Rendite abwerfen.“ Mit der richtigen Ferienimmobilie lassen sich in der Regel deutlich höhere Renditen erzielen als mit Mietobjekten in vergleichbarer Lage und Ausstattung“, so Anspichler weiter. Dabei müssen es nicht immer die Spitzenobjekte im Millionenbereich sein. „Der größte Nachfrageschub besteht aktuell bei Objekten, die zwischen 150.000 und 200.000 Euro angeboten werden“, beobachtet Anspichler. Reiseziele_2016Quelle: FeWo-direkt 2016