Sonderabschreibung für Mietneubauten

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Sonderabschreibungen für Wohnbauten mit Baukosten bis maximal 3.000 Euro.

(fw/rm) Besonders in den Ballungsgebieten ist der Wohnungsmarkt angespannt und bezahlbare Mietwohnungen lassen sich kaum finden. Deshalb will der Gesetzgeber neugebaute Mietwohnungen, die auch für mittlere und untere Einkommensgruppen bezahlbar sind, durch eine zeitlich befristete Sonderabschreibung steuerlich fördern – 10 Prozent im Jahr der Herstellung und im darauffolgenden Jahr, 9 Prozent im dritten Jahr. Die Errichtung neuer Wohnungen mit hohem Standard und die Modernisierung von Wohnungen soll nicht gefördert werden. Die Förderung ist an folgende Voraussetzungen gebunden: • Die begünstigten Flächen müssen in festgelegten Fördergebieten liegen und mindestens zehn Jahre zu Wohnzwecken vermietet werden. • Die Baukosten dürfen maximal 3.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche betragen, wovon maximal 2.000 Euro je Quadratmeter gefördert werden. • Bauanträge müssen zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2018 gestellt werden. • Eine Sonderabschreibung darf letztmalig 2022 geltend gemacht werden. Das Gesetz darf erst nach einer Genehmigungserteilung durch die Europäische Kommission in Kraft treten. Wolfgang Schäuble appellierte das Angebot sei: “an die Bereitschaft der Länder gebunden, sich an den finanziellen Auswirkungen zu beteiligen.” Verwirklichen lasse sich das nur: „wenn genügend Baugrundstücke zur Verfügung stünden. denn ohne zusätzliche Flächen wird das mit der Sonderabschreibung verfolgte Ziel nicht zu erreichen sein.” Barbara Hendricks begrüßte, dass Schäuble ihren Vorschlag aufgegriffen habe. “Damit werden wir dringend benötigte Impulse für den frei finanzierten Wohnungsbau geben”, erklärte sie. “Denn wir brauchen jedes Jahr mindestens 350.000 neue Wohnungen.” www.hannes-kollegen.de