Social Media erobert B2B

28.09.2018

Jacqueline Althaller, Gründerin des1. Arbeitskreises Social Media / Foto: © 1. Arbeitskreis Social Media

Im B2B-Bereich wird Social Media immer wichtiger. Ein Netzwerk kann davon aber nicht profitieren. Ebenso zeichnet sich ein deutlicher Trend hin zu eigenproduzierten und bewegten Inhalten ab.

In der Kommunikation von B2B-Unternehmen gewinnt Social Media weiter an Bedetung. So nutzen laut der aktuellen Social-Media-Studie, die der 1. Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation präsentiert, 96 % aller deutschen und 92 % der österreichischen B2B-Unternehmen Social Media, um ihre Zielgruppen anzusprechen. Damit stieg der Anteile um 6 Prozentpunkte (Deutschland) bzw. 8 Prozentpunkte (Österreich). „Im Gegensatz zu anderen Studien bilden wir mit konkreten Fragestellungen eine Art Barometer über die Interessen der Social Media Verantwortlichen in B2B Unternehmen ab. Zusätzlich ermöglicht uns die im Ländervergleich ausgewogene Verteilung der eingegangenen Datensätze einen stichhaltigen Vergleich zwischen Entwicklungslinien in Deutschland und Österreich“, erklärt Jacqueline Althaller, Gründerin des Arbeitskreises, die Besonderheit des Desings der Studie, die bereits zum achten Mal durchgeführt wurde.

Social Media-Nutzung wird immer professioneller

Inzwischen nutzen fast alle B2B-Unternehmen Social Media. Den Unternehmen ist dabei ein kontinuierliches Bespielen der Kanäle wichtig. 40 % der befragten Unternehmen setzen dabei den Zeitaufwand einer Halbtagskraft ein. Eine Ausnahme bilden hier lediglich kleinere Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern. Als Gründe für die Nicht-Nutzung von Social Media werden unter anderem Mangel an Ressourcen, hoher Zeitaufwand, sowie ein mangelndes Vertrauen in Social Media angeführt. Viele bezweifeln, dass der Aufwand ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg sein kann.

Facebook verliert an Bedeutung

Auch wenn Facebook in der Umfrage weiterhin auf Platz der meistgenutzten Social-Media-Kanäle steht, verliert die Plattform an Bedeutung. Hingegen befinden sich LinkedIn und Twitter auf dem Vormarsch. In B2C wichtige Kanäle wie Instagram sind zwar im B2B-Geschäft noch relativ unbedeutend. Jedoch gehen die Studienautoren davon aus, dass sich dies im nächsten Jahr ändern wird.

Kunden im Fokus

Zentrales Motiv für Social-Media-Aktivitäten im B2B-Bereich ist nach wie vor die Ansprache von Neu- und Bestandskunden. Social Media hat die klare Aufgabe zum Geschäftserfolg beizutragen, frei nach dem Motto: „Social Media ist ein Businesstool und keine Sozialeinrichtung“. Auch im Bereich HR setzen Unternehmen in 2018 verstärkt auf Social Media. Zur Ansprache neuer Mitarbeiter wird primär auf Facebook und XING zurückgegriffen. Twitter wird hauptsächlich als Kontaktmedium mit Influencern und Medien genutzt - LinkedIn als Marketinginstrument eingesetzt.

Welche Faktoren die Social Media-Nutzung in Zukunft prägen werden, lesen Sie auf Seite 2