So stabil sind Biometrieanbieter

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Das Analysehaus MORGEN & MORGEN hat die Beitragsstabilität von Biometrieprodukten analysiert. Erfreulich: Sowohl bei den BU-Versicherungen als auch bei den Risikolebensversicherung erhielten jeweils mehr als die Hälfte der Anbieter eine hervorragende Bewertung.

Die seit Jahren andauernde Niedrigzinsphase belastet nicht nur Sparer sondern auch Versicherer. So fällt es diesen immer schwerer, die notwendigen Deckungsrückstellungen zu bilden. Durch das LVRG und die geänderte Mindestzuführungsverordnung besteht im Biometriebereich zudem die Gefahr, dass fehlende Überschüsse aus der Kapitalanlage durch Überschüsse aus dem Risikoergebnis ausgeglichen werden müssen. „Für Vermittler und Makler stellt sich hier die Frage, wie gut der Versicherer kalkuliert hat und wie hoch die Wahrscheinlichkeit für Prämienanpassungen in der Zukunft ist. Ab sofort liefern wir die Antworten“, betont Peter Schneider, Geschäftsführer von MORGEN & MORGEN.

Um die Beitragsstabilität von Anbietern biometrischer Lebensversicherungen zu untersuchen, hat MORGEN & MORGEN in fachlicher Zusammenarbeit mit Erst- und Rückversicherern ein Verfahren entwickelt, das öffentlich und nicht-öffentlich zugängliche Kennzahlen analysiert. Diese Analyse wird in Zukunft im neuen Jahrgang des M&M Ratings Berufsunfähigkeit Einfluss finden. Bei der M&M Analyse Beitragsstabilität werden folgende sechs Komponenten untersucht:

  • Überschusssenkung
  • Aktionen
  • Brutto-Netto-Spreizung
  • Querverrechnung
  • Bilanz
  • Solvency II

Die Analysten betrachten die beitragsrelevanten Senkungen der Überschussbeteiligungen bei Bestandstarifen innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Bei der Teilanalyse „Aktionen“ werden Aktionstarife mit vereinfachter Risikoprüfung analysiert, welche nicht einkalkuliert wurde. Bei der Brutto-Netto-Spreizung wird die maximale Spreizung zwischen dem Garantie- und dem Zahlbeitrag der aktuellen Neugeschäftstarife untersucht. Bei der Querverrechnung wird die Tragfähigkeit der Garantieverpflichtungen aus den Zinserträgen betrachtet. M&M begutachtet die Daten zu den Ertragsquellen, die gemäß Paragraph 15 der Mindestzuführungsverordnung von jedem Lebensversicherer jährlich veröffentlicht werden müssen. Um bewerten zu können, wie es um die Beitragsstabilität eines Versicherers bestellt ist, müssen auch die Bilanzkennzahlen betrachtet werden. Dabei werden neben der Nettoverzinsung die Bewertungsreservequote, die Eigenkapitalquote, die RfB-Quote und der Schlussüberschussanteilsfonds in Prozent der Deckungsrückstellungen ausgewertet. Die Nettoquote nach Solvency II bildet die letzte Teilkomponente der M&M Analyse Beitragsstabilität. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob ein Versicherer ein theoretisch alle 200 Jahre vorkommendes Krisenszenario ohne Übergangsmaßnahmen und ohne Volatilitätsanpassungen nach den gesetzlichen Vorgaben von Solvency II übersteht.

Mehr als die Hälfte der Anbieter überzeugt

Von den 59 Anbietern von BU-Versicherungen erhielten in der M&M Analyse Beitragsstabilität gleich 33 (55 %) eine hervorragende Bewertung. Noch besser war die Quote bei der Risikolebensversicherung: Hier erhielten von 63 Anbietern 40 eine hervorragende Bewertung. Dies entspricht 63 % der untersuchten Gesellschaften.

Die komplette M&M Analyse Beitragsstabilität für Berufsunfähigkeit finden Sie hier.

Die komplette M&M Analyse Beitragsstabilität für Risikoleben finden Sie hier. (ahu)

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