So lässt sich die Rendite optimieren, ohne die Mieter zu überlasten

  1. Die Neuverhandlung von Verträgen. Entsorgung, Gas, Strom, Verwaltung – die Kosten für Versorgungs- und Dienstleistungen sind nicht in Stein gemeißelt. Preise zwischen Anbietern lassen sich vergleichen und neu verhandeln. Verfügt man als Investor über mehrere Liegenschaften, lassen sich Verträge teilweise zusammenlegen und für die größeren Pakete Preisnachlässe erzielen. Dadurch erhöht sich das Einsparpotenzial weiter. Je Vertrag sind die Einsparungen vergleichsweise gering, zusammengenommen können sie vor allem für größere Bestandshalter mit den richtigen Strategien 15 bis 25 Prozent der Nebenkosten ausmachen.

Vor allem im bezahlbaren und mittleren Mietpreissegment, also bei Bestandsmieten von sechs bis acht Euro, erzielen die Einsparungen der Nebenkosten einen so großen Effekt, dass sie Erhöhungen der Kaltmiete etwa durch eine Modernisierungsumlage nahezu oder sogar komplett auffangen können. Nötig dafür ist die Arbeit mit Spezialisten, sowohl im Bereich Projektentwicklung als auch im Bereich Nebenkostenmanagement.

Diese Expertise selbst aufzubauen oder von außen hinzuzuziehen ist kosten- und zeitaufwendig. Das mag ein Grund dafür sein, dass Nebenkosten auch in der Branche noch eher unter dem Radar laufen – zumal durch den Fokus auf die Nebenkostenoptimierung keine kurzfristigen Renditesteigerungen zu erwarten sind, wie bei rein ertragsfokussierten Luxusmodernisierungen. Soziale und ökologische Nachhaltigkeit sind aber auch in der Immobilienbranche längst keine leeren Buzzwords mehr, sondern müssen für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ernst genommen werden.

Gastbeitrag von Frank Wojtalewicz,
Geschäftsführer d.i.i. Deutsche Invest Immobilien