So gelingt die Pflege zu Hause

Foto: © Kzenon - fotolia.com

Häufig brauchen ältere Menschen Unterstützung im Alltag. Da Verwandte oft nicht vor Ort wohnen oder berufstätig sind, können sie diese Hilfe nicht leisten. Dann benötigen Senioren eine andere Betreuungsmöglichkeit. Für viele kommt jedoch die Pflege in einem Seniorenwohnheim nicht in Frage, da die Angehörigen nicht aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen werden sollen. Deshalb ist eine 24-Stunden-Pflegekraft eine gute Lösung. So können die Pflegebedürftigen in ihrer eigenen Wohnung und in ihrem gewohnten sozialen Umfeld bleiben. Doch was kostet eine solche Hilfe und wo findet man gute Pflegekräfte? Welche Aufgaben können diese übernehmen und auf was ist bei der Auswahl zu achten?

Kosten einer 24-Stunden-Pflegekraft
Die Kosten einer Pflegekraft, die eine Betreuung rund um die Uhr gewährleistet, hängen von mehreren Faktoren ab. Dazu zählt der Gesundheitszustand der zu betreuenden Person. Zudem ist eine deutsche Pflegekraft meist teurer. Entscheidet man sich für Personal aus dem Ausland, so hängen die Kosten von dessen Sprachkenntnissen sowie der fachlichen Ausbildung ab. Meist kann man mit 1900 € bis 2500 € monatlich rechnen. Eine Übersicht über mögliche Betreuungskosten findet man hier.

So findet man die richtige Pflegekraft
Generell bestehen drei Optionen, um eine gute Pflegekraft zu finden. Eine Möglichkeit stellt die Vermittlung des Fachpersonals über das Arbeitsamt dar. Dabei wendet man sich an die zentrale Auslands- und Fachvermittlung, die einem qualifizierte Pflegekräfte empfiehlt. So gewährleistet man, dass die Betreuungskraft dem deutschen Arbeitsrecht unterliegt. Bei dieser Option ist man jedoch selbst der Arbeitgeber. Damit sind Rechte und Pflichten wie zum Beispiel Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall, Versicherungsschutz, Kündigungsschutz, Anspruch auf Sozialleistungen sowie Arbeitszeiten verbunden. Daneben gibt es die Möglichkeit, die Betreuungskraft über eine Vermittlungsagentur zu engagieren. Dabei ist man selbst nur Auftraggeber und muss monatlich einen vorab festgelegten Betrag an die Vermittlungsagentur bezahlen. Die Pflegekraft steht hierbei nicht in einem direkten Angestelltenverhältnis zum Auftraggeber. Zuletzt besteht die Möglichkeit, eine selbstständige Betreuungsperson zu beauftragen. Mit dieser schließt man einen Dienstleistungsvertrag ab. So muss man lediglich für den Betrag für die Pflege aufkommen. Für Steuern sowie Sozialabgaben ist die Pflegekraft selbst verantwortlich.

Welche Aufgaben können übernommen werden?
Eine 24-Stunden-Pflegekraft kann sämtliche hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie das Kochen, Einkaufen oder Putzen übernehmen. Daneben ist sie selbstverständlich auch für die Grundpflege der zu betreuenden Person verantwortlich. Dazu zählen: Körperpflege: Zahnpflege, Duschen, Baden, Waschen, Kämmen, usw. Außerdem An- und Ausziehen, Toilettengang und Hilfe bei der Aufnahme von Nahrung. Zudem sind sie dafür zuständig, sich mit den Pflegebedürftigen zu beschäftigen und sich mit ihnen zu unterhalten. Stehen Arztbesuche an, so begleiten die Fachkräfte die Senioren. Zudem sollen sie ihnen den Alltag mit Aktivitäten wie gemeinsamen Ausflügen, Spaziergängen, Gesellschaftsspielen oder Singen verschönern. (lvs)