SIGNAL IDUNA Bilanz

Ulrich Leitermann

Unter Berücksichtigung der umfassenden Neuausrichtung zeigte sich Ulrich Leitermann, Vorsitzender der Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe, anlässlich der Bilanzpressekonferenz am 16. Juni in Hamburg mit dem Geschäftsergebnis 2015 zufrieden.

Die SIGNAL IDUNA Gruppe setzt das Ende 2014 begonnene Zukunftsprogramm erfolgreich um. Ziel des Programms ist es, Kundenorientierung und Kompetenz weiter zu verbessern und gleichzeitig Komplexität und Kosten zu reduzieren. Dazu stellt sich das Unternehmen in den Handlungsfeldern Vertrieb, Betrieb und IT bis 2018 neu auf. Bei der Umsetzung des Zukunftsprogramms liegt die SIGNAL IDUNA voll im Plan: So wurden zum 1. Januar 2016 der Vertrieb grundlegend neu strukturiert, im Betrieb eine kundenzentrierte Organisation eingeführt und in der IT die Grundlagen für die Digitalisierung vieler Prozesse gelegt. In die Neuaus­richtung investiert das Unternehmen etwa 120 Millionen Euro. Schwerpunkte sind dabei, die IT zu modernisieren und die Mitarbeiter zu qualifizieren. Weiteres Ziel des Zukunftsprogramms ist es, die Kosteneffizienz zu verbessern – ab 2018 sollen die jährlichen Kosten um 140 Millionen Euro sinken. Die von der Gruppe verwalteten Vermögensanlagen (Assets under Management einschließlich der Finanztöchter) wuchsen im Jahr 2015 um 2,7 Milliarden Euro oder 4,3 Prozent auf 64,9 Milliarden Euro (Vorjahr 62,2 Milliarden Euro). Darin enthalten sind rund 46 Milliarden Euro Kapitalanlagen der Versicherungsunternehmen mit einer laufenden Durchschnittsverzinsung von 3,8 Prozent und einer Nettoverzinsung von 4,7 Prozent. Die SIGNAL IDUNA investiert verstärkt in nachhaltige Investments im Bereich erneuerbarer Energien – 2015 waren es zirka 300 Millionen Euro. Während die gebuchten Bruttobeiträge der Gruppe 2015 insgesamt um 2,5 Prozent auf 5,55 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,69 Milliarden Euro) gesunken sind, haben sich die laufenden Beitragseinnahmen – ohne Einbeziehung der Einmalbeiträge – um 0,4 Prozent auf 5,35 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,33 Milliarden Euro) erhöht. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle beliefen sich auf 4,84 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,72 Milliarden Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 2,5 Prozent. Der konsolidierte Jahresüberschuss sank auf 93,2 Millionen Euro (Vorjahr: 175,5 Millionen Euro). Durchschnittlich waren rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. selbstständige Außendienstpartner und Auszubildende) für die SIGNAL IDUNA Gruppe tätig. Dies sind 585 Mitarbeiter bzw. 4,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Einzelgesellschaften der Unternehmensgruppe

Krankenversicherer

Die Bruttobeitragseinnahmen der beiden Krankenversicherer der SIGNAL IDUNA Gruppe blieben 2015 stabil. Sie beliefen sich auf gut 2,72 Milliarden Euro, fast exakt so viel wie im Vorjahr (Veränderung: – 0,1 Prozent). Hauptursache dafür waren die überdurchschnittlich stabilen Beiträge. Teilweise sanken sie sogar gegenüber dem Vorjahr. In der Krankenversicherung verringerte sich die Gesamtzahl der Versicherten geringfügig um 0,4 Prozent. In der Krankheitskostenvollversicherung hielt die SIGNAL Kranken, entgegen dem Markttrend, ihren Versichertenbestand sogar konstant. Insgesamt sind bei den Krankenversicherern der SIGNAL IDUNA Gruppe knapp 2,6 Millionen Kunden versichert. SIGNAL IDUNA ist der Initiator des Gemeinschaftsunternehmens „LM+ – Leistungsmanagement GmbH“. Es soll Netzwerke mit Leistungserbringern, Pharmaunternehmen, Apotheken und weiteren Dienstleistern aufbauen sowie Verhandlungen für die beteiligten Krankenversicherer führen. Bei bestimmten Krankheitsbildern soll es die Kooperation der verschiedenen Leistungserbringer fördern und so die Versicherten besser unterstützen. Außerdem wird LM+ medizinische Innovationen beobachten und bewerten.

Lebensversicherer

Die Beiträge der Lebensversicherer der Gruppe sanken vor allem aufgrund des bewusst zurückgeführten Einmalbeitragsgeschäftes um insgesamt 11,1 Prozent von 1,65 Milliarden Euro auf 1,47 Milliarden Euro. Die IDUNA Leben blickt nach dem Ausnahmejahr 2014 auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück. Die gebuchten Bruttobeiträge gingen gegenüber dem Vorjahr um 177,0 Mio. Euro bzw. 12,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,5 Milliarden Euro) zurück. Dabei sanken die laufenden Beiträge um 15,1 Millionen Euro bzw. 1,4 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die Einmalbeiträge gingen planmäßig um 161,9 Millionen Euro bzw. 46,0 Prozent auf 190,2 Millionen Euro zurück. Das Neugeschäft der IDUNA Leben – gemessen in laufendem Beitrag – sank gegenüber dem Vorjahr um 25,3 Millionen Euro bzw. 24,2 Prozent auf 79,1 Millionen Euro. Die Nettoerträge aus Kapitalanlagen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 49,4 Millionen Euro bzw. 5,2 Prozent auf 995,2 Millionen Euro, davon wurden 316,1 Millionen Euro für zusätzliche bilanzielle Vorsorge verwendet. Die Beitragseinnahmen der SIGNAL IDUNA Pensionskasse AG sanken um 0,8 Prozent auf 115,9 Millionen Euro (Vorjahr: 116,8 Millionen Euro). Der Bestand konnte auf 242.000 Verträge ausgebaut werden – das entspricht einem Plus von 2,3 Prozent (Vorjahr: rund 236.000 Verträge). Eine kürzlich im Auftrag der SIGNAL IDUNA durchgeführte YouGov-Befragung zur Altersvorsorge ergab, dass Garantien den Bundesbürgern bei der Altersvorsorge weiterhin wichtig sind. Das ist ein Ergebnis einer Ende Mai im Auftrag der SIGNAL IDUNA Gruppe vom Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführten Befragung. 35 Prozent der Interessenten für Lebensversicherungsprodukte gaben an, dass sie bereit sind, für Garantien auf Rendite zu verzichten. Die IDUNA Leben kommt diesem Sicherheitsbedürfnis entgegen: Auch wenn der vertriebliche Schwerpunkt auf Produkten mit modernen Garantiekonzepten liegt, bleiben weiterhin Produkte mit klassischem Garantiezins im Angebotsportfolio. Fortsetzung auf Seite 2