Sicherer Start

Ganz wichtig ist Liquidität

Allerdings kommt es ja nicht nur auf einen möglichst passenden Versicherungsschutz hin, wie Bramann weiter ausführt: „Gerade während einer Existenzgründung kann eine Unterversicherung im Schadensfall schnell zum finanziellen Aus führen. Darüber hinaus verfügen gerade Neugründungen oft über begrenzte Mittel. Daher ist es wichtig, sich Gedanken über die richtigen Arten der Unternehmensfinanzierung und der Sicherstellung des Cashflows zu machen.“ Finanzierungsarten wie Leasing, Factoring oder auch besondere Unternehmenskredite verschafften den nötigen finanziellen Spielraum im Alltag und gäben Sicherheit auch bei risikoreichen Unternehmungen. Aus diesem Grund habe AXA zwei Factoring Produkte auf den Markt gebracht, die gleich drei Bedürfnisse erfüllten: schnelle Liquidität, Sicherheit vor Zahlungsausfällen und administrative Unterstützung im Forderungsmanagement. Doch rund 20.000 Unternehmensinsolvenzen im vergangenen Jahr stehen auch für rund 20.000 persönliche Schicksale. Jede vermeintlich tolle Geschäftsidee kann sich auch nach Jahren noch als nicht tragfähig erweisen. Was wird dann mit der vermeintlichen finanziellen Sicherheit im Alter? Für Söhne deshalb ein klarer Fall: „Natürlich gehört das Thema Altersversorgung in jede Beratung. Der Selbstständige sollte so früh wie möglich seine Altersversorgung aufbauen, da er nicht länger Pflichtmitglied der gesetzlichen Rentenversicherung ist.“ Es helfe der Vergleich mit der gesetzlichen Rentenversicherung: Ein durchschnittlich verdienender Angestellter mit einem Jahresgehalt von 38.901 Euro zahle zusammen mit seinem Arbeitgeber zurzeit monatlich etwa 580 Euro ein – dies sei auch der Regelbeitrag für pflichtversicherte Selbstständige. Je nach geplantem Einkommen sollte dieser Betrag also langfristig die Untergrenze darstellen. Das optimale Konzept sollte in einer guten Beratung erarbeitet werden. Übrigens: Zum Start (in den ersten drei Jahren) erhebt die gesetzliche Rentenversicherung oft nur den halben Regelbeitrag – auch dies kann zunächst ein Anhaltspunkt für die Höhe der privaten Vorsorge sein.

Auch für Dr. Eichner ist dies natürlich ein Thema: „Die Bedarfsanalyse für die persönlichen Risiken des Firmengründers sollte stets drei Themenbereiche umfassen: existenzielle Risiken, Krankenversicherung und Altersvorsorge. Scheele geht noch einen Schritt weiter: “Die Frage muss über die Altersvorsorge hinaus auf die komplette Sozialversicherung erweitert werden. Wer erstmals ein Unternehmen gründet, ist schnell mit den Fragen zur Krankenversicherung, der gesetzlichen Unfall- und Arbeitslosenversicherung und nicht zuletzt der Rentenversicherung völlig überfordert. Viele Gründerinnen und Gründer wissen nicht, dass sich bestimmte Berufsgruppen in jedem Fall bei der gesetzlichen Rentenversicherung versichern müssen.“ Gerade bei Handwerkern ließe sich gut erklären, wie komplex die Fragen seien. Grundsätzlich bestehe nämlich Versicherungspflicht, aber eben nicht bei Gesellschafter-Geschäftsführern einer Handwerks-GmbH. Die Wahl der Rechtsform habe eben weitreichende Auswirkungen. Spätestens hier zeigt sich, dass man diese Beratung berufsbezogenen Versicherungsprofis überlassen sollte. Die SIGNAL IDUNA arbeitet deshalb mit dem Konzept der „Firmenkundenberatung“. Darüber hinaus bezieht der Versicherer berufsständische Lösungen über die Einrichtungen des Handwerks und Handels mit spezifischen Produkt- und Leistungsvorteilen für den Existenzgründer mit ein.

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