Sicherer Start

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Die Gewerbeversicherung ist längst zum Liebling der Makler geworden. Denn dieses Geschäft ist bestandsfest und auskömmlich. Gleichzeitig stellt es hohe fachliche Ansprüche an die Berater, denn kaum ein Kunde gleicht mit seiner Firma dem anderen. Zu beachten ist nicht nur die gewerbliche Absicherung, sondern auch die persönliche Zukunft des Gründers.

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland über 542.000 Firmen neu gegründet worden, davon waren rund 170.000 Klein- und etwa 250.000 so genannte Nebenerwerbsbetriebe. Damit verbunden waren viel Mut und viele persönliche Hoffnungen und Erwartungen. Und die Gründer scheinen besser präpariert und stärker unternehmerisch denkend als je zuvor. Laut Creditreform war die Zahl der Insolvenzen nämlich weiter rückläufig: „Mit 19.900 Unternehmensinsolvenzen wurde 2018 der niedrigste Wert seit 1994 (18.820 Fälle) registriert.“ In all den Jahren hat sich eines jedoch nicht geändert. Ein passender Versicherungsschutz gehört zur Basis des Geschäftserfolges – und zwar in zunehmendem Maß. Das Problem für viele Gründer sind lediglich die dafür verfügbaren und zu Beginn eher knappen finanziellen Ressourcen. Also muss genau überlegt werden, was wichtig und was zum Start verzichtbar ist. Martin Söhne, Bereichsdirektor Vertrieb der Barmenia Versicherungen, klärt auf: „Im Mittelpunkt sollte zunächst die Absicherung existenzieller Risiken stehen: Kranken- und Pflegeversicherung – nicht zwingend von Beginn schon privat, die Abwehr von Schadenersatz, der krankheitsbedingte Verlust der Arbeitskraft und die Absicherung existenzieller Sachwerte, z. B. Gebäude, teure Güter etc.“ Beim Berufsunfähigkeitsschutz bestehe die Möglichkeit, etwa in den ersten ein bis drei Jahren einen Einsteigertarif mit günstigeren Beiträgen zu wählen. Dr. Karsten Eichner, Sprecher der R+V Versicherungen, weist auf unterschiedliche Bedürfnisse hin: „Der erforderliche Versicherungsschutz richtet sich immer nach dem konkreten Tätigkeitsfeld des Unternehmens und der persönlichen Situation des Firmengründers. Da das Budget oft begrenzt ist, sollte die Devise lauten: Überlegen Sie genau, welche Risiken Sie selbst tragen können und wie und wo sich Gefahrenquellen eindämmen lassen.“ Und für Ulrich Scheele, Generalbevollmächtigter der SIGNAL IDUNA Gruppe, kommt es zunächst auf den richtigen Zeitpunkt an: „Die richtige Strategie muss früher anfangen.“ Bereits bei der Planung der Existenzgründung empfehle man den Gründern, Gespräche mit einem versierten Versicherer zu führen.

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