Selbst Banken betroffen

Der heutige Cyberangriff hat großes Chaos erzeugt / Foto: © jozsitoeroe - fotolia.com

In einem erneuten Hackerangriff wurden noch mehr internationale Konzerne betroffen als bei der letzten großen Cyberattacke „Wannacry“. Auch die Immobiliensparte der großen französischen Bank BNP Paribas wurde attackiert. 

Die Schadsoftware hat am Dienstag u.a. die Reederei Maersk und den großen Lebensmittelkonzern Mondelez, der z.B. die Milka-Schokolade produziert, ins Visier genommen. Opfer wurden außerdem der US-Pharmakonzern Merck, die französische Bahn SNCF, der russische Ölkonzern Rosneft und BNP Paribas.

Am härtesten traf es Unternehmen und Behörden in Russland und in der Ukraine – sogar der Internetauftritt der ukrainischen Regierung war beschädigt. Aber auch in Deutschland, Polen, Italien, Großbritannien und den USA breitete sich der Cybervirus aus. Strafverfolger in verschiedenen Ländern haben die Ermittlungen aufgenommen. Allerdings ist noch unklar, wer die Täter sind.

Welche Motive haben die Täter?

Experten sehen Hinweise darauf, dass die Angreifer eher auf Chaos und nicht auf Profit aus waren. Denn die Bezahlfunktion war bei dem neuen Angriff nur schlecht ausgearbeitet. Das Lösegeld sollte auf ein einziges Konto überwiesen werden und die Betroffenen sollten sich per Email melden. Doch nachdem die genannte Adresse eliminiert wurde, wurde es für die Opfer komplett sinnlos zu zahlen.

Angesichts des erneuten Cyberangriffs warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Wirtschaft davor, Investitionen in die IT-Sicherheit hinauszuzögern. (sh)