Second-Hand Immobilienfonds weiterhin gefragt

Jan-Peter Schmidt, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG / Foto: © DZAG

Auf dem Zweitmarkt für geschlossene Fonds werden vor allem Immobilien nachgefragt. Insgesamt hat sich der Markt positiv entwickelt.

Der Zweitmarkt für geschlossene Fonds hat im zweiten Quartal seine positive Entwicklung aus den vorangegangenen drei Monaten fortgesetzt. So stiegen zwischen April und Juni die Kaufpreise um 6 liegen nun bei knapp 55 Mio. Euro. Noch deutlicher zugelegt hat der durchschnittliche Handelskurs über alle Assetklassen hinweg, der nun bei 80 % notiert. Die Anzahl der absoluten Handel liegt mit 1.899 nur geringfügig über dem Vorjahresniveau. Leicht gesunken ist hingegen das gehandelte Nominalkapital, das nun bei 70,55 Mio. Euro liegt.

Immobilienfonds haben Löwenanteil

Mehr als 66 % des Umsatzes auf dem Zweitmarkt für geschlossene Fonds wurde mit Immobilienfonds erzielt. Der Rest verteilt sich auf Sonstige Assets, die knapp 18 % des Umsatzes ausmachten, und Schiffsfonds, die einen Umsatzanteil von knapp 16 % verbuchten. Im zweiten Quartal waren vor allem Immobilienfonds und Sonstige Assets für die Entwicklung des Zweitmarktes prägend. Während bei den Immobilien die Durchschnittskurse um 20 % zulegten, betrug der Anstieg bei den Sonstigen Assets sogar 27,5 %. Mehr als zwei Drittel der sonstigen Assets entfallen auf Flugzeug-, Erneuerbare Energien- und Lebensversicherungsfonds.

Deutsche Zweitmarkt AG bestätigt positive Entwicklung

Im zweiten Quartal erzielte die Deutsche Zweitmarkt AG (DZAG) einen Nominalumsatz von 13,9 Mio. Euro und ein Kaufpreisvolumen von 8,4 Mio. Euro. Analog zum Markt verzeichnete die DZAG ebenfalls einen deutlichen Anstieg bei der Anzahl der gehandelten Sonstigen Assets. Die Immobilienfonds blieben auf konstant hohem Niveau, während sich die Schiffsbeteiligungen rückläufig entwickelten.

Einen Grund für die gestiegene Anzahl der Handel mit Sonstigen Assets sieht die DZAG in der Nachfrage nach Erneuerbaren Energien-Fonds. „Viele Bestandsfonds verfügen noch über hohe Einspeisevergütungen, die bei neuen Fonds nicht mehr garantiert werden“, erläutert Jan-Peter Schmidt, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG. „Verkäufer, die sich von ihrer Beteiligung trennen möchten, treffen daher am Zweitmarkt auf eine entsprechend große Zahl interessierter Käufer.“ (ahu)

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