Schwellenländer: kein Grund zur Panik

Trotz beunruhigender Nachrichten aus Argentinien sollten sich Schwellenländerinvestoren nicht verunsichern lassen / Foto: © pathdoc - stock.adobe.com

Die aktuellen Sorgenkinder Argentinien und Türkei sind nur zwei von vielen Schwellenländern. Viele Schwellenländer haben ihre Leistungsbilanz im letzten Jahr sogar verbessert.

Vor drei Wochen kam dramatische Nachrichten aus Argentinien: Die Zentralbank in Buenos Aires hat die Leitzinsen um 12,5 Prozentpunkte auf 40 % erhöht! Schnell wurde über höhere Risiken spekuliert, die Investments in Schwellenländer mit sich bringen. Diese Probleme dürften aber nicht verallgemeinert werden, warnt Elke Speidel-Walz, Chief Economist Emerging Markets bei der DWS. Sie verweist stattdessen darauf, dass von den 20 wichtigsten Schwellenländern, gemessen an der Marktkapitalisierung, nur Argentinien und die Türkei ein Leistungsbilanzdefizit von über 3 % des Bruttoinlandsprodukts aufweisen würden. Es scheine kein Zufall zu sein, dass ausgerechnet die Währung dieser beiden Länder unter Druck geraten sei und die Zentralbanken deshalb die Zinsen deutlich erhöht hätten. Länder, die über eine solide Leistungsbilanz verfügen, sollten dem Druck von außen hingegen gut standhalten können, so die Auffassung von Speidel-Walz.

Unten stehende Grafik zeigt den Leistungsbilanzsaldo ausgewählter Schwellenländer im Jahr 2017. (ahu)

Quellen: IMF World Economic Outlook, Deutsche Asset Management Investment GmbH; Stand: 28.05.2018