Schaffung von neuem Wohnraum braucht Flexibilität

  • Hunderttausende Berufspendler gibt es in Deutschland, die wochentags in die Stadt zur Arbeit fahren. Allein aus Brandenburg pendeln beispielsweise mehr als 200.000 Menschen regelmäßig nach Berlin. Laut der Bundesagentur für Arbeit legt etwa jeder dritte Pendler mehr als 100 Kilometer pro Strecke zurück und muss übernachten. Wochenpendler ziehen in der Regel allein schon aus Kostengründen ein Apartment in der City einem Hotel vor. Diese Zielgruppe wünscht sich nebst einer ansprechenden Möblierung oft einen Getränke- und Wäscheservice.
  • 2018/2019 waren an deutschen Hochschulen 2,87 Millionen Studierende eingeschrieben. Die neue Rekordzahl belegt, weswegen insbesondere an Unistandorten wie Heidelberg, Mannheim und Darmstadt der Wohnraummangel zunimmt und ein hoher Bedarf an eingerichteten Apartments besteht. Beliebt sind dabei eine gute WLAN-Verbindung sowie eine eigene Küchenzeile mit Cerankochfeld und Backofen. Von Vorteil ist es, wenn sich auf jeder Etage ein Gemeinschaftsraum befindet. Die Zeiten, wo Studierende bereit waren, in muffigen Zimmern zur Untermiete zu wohnen, sind endgültig vorbei.

Weitere Zielgruppen wie Young Professionals und Geschäftsreisende, die regelmäßig zu Terminen eine Stadt bereisen, interessieren sich zumeist für komfortabel ausgestattete Apartments. Hinzu kommen Senioren, die es vom Umland wieder stärker in die City zieht. Stadtplaner und Bauämter sollten daher bei Ausschreibungen den Bau von Mikroapartments berücksichtigen und sich bei der Gestaltung eines zu planenden Areals flexibel zeigen.

Für Kapitalanleger stellen Mikroapartments ein attraktives Asset dar, zumal in unterschiedliche Modelle investiert werden kann. Zum einen gibt es das niedrige Preissegment – in der Regel mit Apartments von 20 bis 25 Quadratmetern, die sich hervorragend für Studenten eignen. Bei Premium-Apartments sind eher Wohnflächen mit bis zu 35 Quadratmeter üblich. Beliebte Extras im höheren Preissegment sind eine gemeinschaftlich nutzbare Dachterrasse sowie ein Fitnessraum mit Sauna.

Überdurchschnittliche Mieten und insgesamt kleine Wohneinheiten bieten den Anlegern überschaubare Einstiegspreise. Bei entsprechender Berücksichtigung der Lage ist die Investition in ein Mikroapartment eine risikoarme und damit lohnende Anlage.

Gastbeitrag von Helmut Bayer,
Regionalmanager Bonava Deutschland