Schaffung von neuem Wohnraum braucht Flexibilität

Helmut Bayer, Regionalmanager Bonava Deutschland / Foto: © Bonava

Immer mehr Menschen ziehen derzeit in die Stadt oder ins direkt benachbarte Umland. Laut Bevölkerungsprognose wird sich dieser Trend in unseren Metropolen die kommenden Jahre fortsetzen. Doch immer noch werden dort zu wenige Wohnungen gebaut. Einer Studie des IW Köln zufolge wurde seit 2016 der Neubaubedarf in Köln zu weniger als der Hälfte gedeckt, in Stuttgart wurden gerade einmal 56 Prozent der benötigten Wohnungen errichtet. Dabei ist ein redliches Bemühen der Städte, mehr Bauland auszuschreiben, durchaus erkennbar. Nur reicht es eben nicht aus.

Es zeichnet sich ein weiteres Problem ab. Viele Neubauten werden im herkömmlichen Stil errichtet, frei nach dem Motto: je mehr Mehrfamilienhäuser und je größer die Wohnungen, umso besser. Das dürfte an den wahren Bedürfnissen der Mehrheit vorbeigehen, wie eine weitere Studie belegt: In den Top-7-Städten gibt es den höchsten Bedarf in München für eine Wohnungsgröße von bis zu 45 Quadratmetern, in Stuttgart sind es bis zu 55 Quadratmeter. Eine Mehrheit der Wohnungsinteressenten suchen zunächst für einen befristeten Zeitraum von etwa zwei Jahren, darunter Studenten, Young Professionals und Pendler. Eine Alternative zu klassischen Ein- und Zweizimmerwohnungen sind Mikroapartments.

Mikroapartments – effizient für Nutzer und für Kapitalanleger

Eine ursprüngliche Skepsis gegenüber Mikroapartments, wonach das „Wohnen auf Zeit“ möglicherweise zu höheren Leerständen führen könnte, ist der Realität gewichen. Und das, obwohl die Mieten höher sind als bei einer herkömmlichen Einzimmerwohnung. Bei ansprechend ausgestatteten Mikroapartments liegt die Auslastungsquote von Beginn an bei mehr als 90 Prozent. Natürlich sollten Projektentwickler wie auch Kleininvestoren auf die richtige Lage achten. Sowohl der städtische Raum wie auch das unmittelbare Umland sind gut geeignet, sofern das Apartmenthaus über eine gute ÖPNV-Verbindung zur Innenstadt oder Universität verfügt. Und das Gebäude sollte auf die jeweiligen Bedürfnisse seiner Bewohner abgestimmt sein.

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