R+V verkauft ihre Busse

Foto: © R+V

Neben Elektromobilität gilt das autonome Fahren als großes Zukunftsthema der Kraftfahrtbranche. Erfahrung damit hat bereits die R+V gemacht, die zwei selbst fahrende Busse besessen hatte, die nun verkauft wurden.

Im vergangenen Jahr hat die R+V Versicherung als erstes Privatunternehmen Deutschlands die behördliche Erlaubnis erhalten, hochautomatisierten Kleinbusse auf eine öffentliche Straße zu bringen. „Das Zulassungsverfahren mit allen technischen und gesetzlichen Anforderungen sowie Sicherheitsvorschriften war eine große Herausforderung für alle – hier haben wir gemeinsam mit den Behörden Neuland betreten“, erklärt Jan Dirk Dallmer, Direktor Kraftfahrtversicherung bei der R+V. Die beiden Modelle der Marke Navya wurden im Rahmen des Forschungsprojekts InnoLab MO14 im Mischverkehr auf dem Frankfurter Flughafen, unter winterlicher Wittering in Marburg und vor gut einem Jahr im öffentlichen Raum am Winterhafen in Mainz und auf dem Campus der R+V eingesetzt. Mit den aus den Einsätzen gewonnen Erfahrungen erleichtert die R+V bereits heute Kunden und Interessenten den Einstieg und Betrieb solcher Fahrzeuge. „Bei unseren Einsätzen haben wir wichtige Erkenntnisse zur neuen Technik gesammelt, die uns helfen, Versicherungskonzepte für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln“, erklärt Dallmer. Zudem helfe die enge Vernetzung mit den Projektpartnern, Automobilunternehmen und Forschungseinrichtungen der R+V, sich als Versicherer für autonome Fahrzeuge zu etablieren. „Heute ist es die E-Mobilität – morgen das autonome Fahren: Automatisierung und Digitalisierung verändern die Autowelt und mit ihr die Kfz-Versicherung. Wir gestalten die Veränderungen aktiv mit und bleiben so jederzeit der kompetente Risikomanager für unsere Kunden“, so Dallmer weiter.

Für die weitere Beschäftigung mit dem Thema autonomes Fahren stehen die beiden Busse jedoch zukünftig nicht mehr zur Verfügung: Diese wurden nun an den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) verkauft. „Mit dem RMV haben wir einen Käufer gefunden, der offen ist für moderne Verkehrskonzepte und sich ebenso intensiv wie wir mit der Zukunftstechnologie des autonomen Fahrens beschäftigt“, so Jan Dirk Dallmer, der betont, dass der Wiesbadener Versicherer auch nach dem Verkauf die Fahrzeuge nicht aus den Augen verliere. „Wir unterstützen den RMV mit unserem Know-how und bleiben der Versicherungspartner des Verkehrsverbunds bei allen Testfeldern – also auch am Mainufer in Frankfurt. Dass unsere Busse hier in der Region eingesetzt werden, freut uns natürlich besonders.” (ahu)