R+V nimmt sich Bayern zum Vorbild

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Das Problem bei neuen Gefahren ist, dass für diese häufig kein Versicherungsschutz besteht – weil die Gefahr beim Vertragsabschluss nun mal noch nicht bekannt war,  wie es aktuell bei Covid-19 der Fall ist. Die R+V kommt bei der Betriebsschließungsversicherungen ihren Kunden diesbezüglich entgegen.

Noch mindestens bis Ende nächster Woche müssen Restaurants und Geschäfte des nicht täglichen Bedarfs ihre Türen geschlossen halten. Weil es sich dabei um eine präventive behördliche Anordnung handelt und der Gefahrenherd nicht innerhalb des Unternehmens liegt (was beispielsweise der Fall wäre, wenn ein Restaurant aufgrund von Salmonellenbefall geschlossen wäre), haben die Betroffenen keinen Anspruch auf Leistungen aus der Betriebsschließungsversicherung. Bei der R+V sind in diesen Policen zudem alle meldepflichtigen Krankheiten und Erreger abschließend aufgeführt. Da Coronaviren allerdings bislang hierzulande kein Problem verursachten, sind diese auch nicht aufgeführt. „Trotzdem stehen wir unseren Kunden in dieser existenzbedrohenden Situation bei. Betroffene Unternehmen, die diese Versicherung bei uns abgeschlossen haben, erhalten von uns jetzt schnell und unbürokratisch Hilfe“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Norbert Rollinger. So zahlt der Versicherer für maximal 30 Tage bis zu 15 % der vereinbarten Entschädigung. Die Summe lehnt sich an die Lösung an, die verschiedene Versicherer für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Bayern gefunden haben. Jedoch gilt die Regelung des Wiesbadener Versicherers bundesweit und für alle Unternehmen, die durch Corona in Not geraten sind. „Wir rechnen damit, einen hohen zweistelligen Millionenbetrag auszuzahlen. Aber es ist uns wichtig, unseren Versicherten in dieser Krise zu helfen“, erklärt Norbert Rollinger. „Die R+V Versicherung nimmt diese Sorgen sehr ernst und steht zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir haben eine gute Lösung für unsere Versicherten gefunden – und zwar für alle Branchen in ganz Deutschland“, so der Vorstandsvorsitzende mit Blick auf die Existenzängste vieler Unternehmer. (ahu)