R+V bleibt sich treu

Risiko-Management mit Herz ist ein Markenzeichen der R+V durch Dr. Caspers / Foto: © pictworks - fotolia.com

Die R+V Versicherungsgruppe bleibt der genossenschaftliche Versicherer mit Herz. Auf Dr. Caspers folgt Dr. Rollinger, beide sind Risiko-Manager mit einem guten Herz für Versicherte und Mitarbeiter.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sowie des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV) Uwe Fröhlich verlieh dem scheidenden Vorstandsvorsitzenden der R+V Versicherungsgruppe die Raiffeisen/Schulze-Delitzsch-Medaille in Gold des DGRV, die nur 100 lebenden Trägern vorbehalten ist.

Fröhlich dankte Dr. Friedrich Caspers im Rahmen der Abschiedsfeierlichkeiten: „Sie haben sich herausragende und bleibende Verdienste um die Genossenschaftliche Finanz Gruppe Volksbanken Raiffeisenbanken erworben. Die Auszeichnung mit der Raiffeisen/Schulze-Delitzsch-Medaille in Gold – der höchsten Ehrung im deutschen Genossenschaftswesen – ist deshalb folgerichtig und hochverdient.”

R+V nachhaltig gestärkt

Die zehnjährige Amtszeit von Dr. Caspers war geprägt durch nachhaltiges, ertragsorientiertes und marktüberdurchschnittliches Wachstum. Dr. Caspers hat den genossenschaftlichen Versicherer erfolgreich durch die Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise gelenkt und die Position von R+V als eines der führenden und finanzstärksten Versicherungsunternehmen Deutschlands deutlich ausgebaut – und dies in einer Zeit mit seit Jahren herrschendem Niedrigzinsumfeld und großen Herausforderungen durch zunehmende staatliche Regulierung.

R+V heute zweitgrößter Lebens- und Schaden-/Unfallversicherer

Wichtige Kennzahlen von R+V verdeutlichen den Erfolg: So stiegen in den letzten zehn Jahren die Beitragseinnahmen um rund 80 Prozent auf über 15 Milliarden Euro, das Eigenkapital verdoppelte sich, die Kundenzahl stieg um rund 30 Prozent auf mehr als acht Millionen und durch Marktanteilsgewinne ist R+V heute sowohl der zweitgrößte Lebensversicherer wie auch der zweitgrößte Schaden-/Unfallversicherer in Deutschland. R+V konnte ferner 50 Prozent mehr Wertschöpfung für den genossenschaftlichen Verbund erwirtschaften.

Um all dies zu bewältigen, schaffte R+V jährlich neue Arbeitsplätze, so dass sich die Mitarbeiterzahl in den letzten zehn Jahren um ein Drittel erhöhte. Die Gründung des Kfz-Direktversicherer R+V24 und der Erwerb der Condor Versicherungsgruppe als Maklerversicherer in Hamburg waren Meilensteine. Gleichzeitig konnte R+V den Verwaltungskostensatz um weitere 20 Prozent senken.

Beste Unternehmens- und Produktratings sowie Kundenzufriedenheitswerte sind ein weiteres Indiz für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Bei all dem war es für Dr. Caspers immer ein besonderes Anliegen, die Interessen von Vertriebspartnern, Anteilseignern und Kunden in Einklang zu halten.

Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken gestärt

Als R+V-Chef hat sich Dr. Caspers besonders für die Weiterentwicklung der genossenschaftlichen Finanz Gruppe engagiert und sich für eine tiefere Vernetzung von R+V und Vertriebspartnern eingesetzt: als Mitglied im Verbandsrat des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes e.V., im Präsidium des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. und im Verbandsrat des Bundesverbandes der Volksbanken Raiffeisenbanken.

Mit Weitblick, Herz und Gespür R+V zukunftsweisend aufgestellt

Wichtige zukunftsweisende Themenfelder hat Dr. Caspers frühzeitig strategisch besetzt: R+V ist heute zweitgrößter Altersvorsorgeanbieter von Branchenlösungen, bietet den Kunden im Schadenfall, zur Prävention und in der betrieblichen Altersversorgung ein breites Angebot an Service-Dienstleistern und hat die Voraussetzungen geschaffen, dass sich R+V in der digitalen Zukunft erfolgreich weiterentwickeln wird.

Darüber hinaus engagierte sich Dr. Caspers berufsständisch im Präsidium des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und zusätzlich im Verwaltungsrat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Seine berufliche Karriere begann der gebürtige Rheinländer 1983 bei der Unternehmensberatung McKinsey & Company, wechselte 1987 zur Allianz Versicherungs-AG, wo er u.a. als Vorstandsmitglied für das Privatkundengeschäft verantwortlich war und zuletzt die Zweigniederlassung für Nord-Rhein-Westfalen in Köln geleitet hat.

Zum 1. Januar 2017 tritt Dr. Norbert Rollinger (52) die Nachfolge von seinem Vorgänger Dr. Caspers als Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung AG an.

Dr. Rollinger gehört seit April 2009 dem Vorstand der R+V Versicherung AG an und hat zum 1.1 2010 im Holding-Vorstand die Verantwortung für das gesamte Komposit-Versicherungsgeschäft der R+V Versicherungsgruppe übernommen.

Unter seiner Führung setzte R+V ihr marktüberdurchschnittliches Wachstum in diesem Segment weiter fort: Die Beitragseinnahmen der R+V Komposit-Versicherungen stiegen im inländischen Erstversicherungsgeschäft seit Ende 2009 um fast 50 Prozent auf rund 4,6 Milliarden Euro. Der genossenschaftliche Versicherer hat damit seine Position als zweitgrößter deutscher Schaden-/Unfallversicherer, zweitgrößter Kreditversicherer und drittgrößter Kfz-Versicherer weiter ausgebaut.

Der promovierte Jurist und Betriebswirt Dr. Rollinger begann seine berufliche Karriere 1990 bei McKinsey & Company in Düsseldorf und Köln. Von 1995 bis 1998 bekleidete er verschiedene Führungsfunktionen im Direktvertrieb der DBV-Winterthur Gruppe. Mit seinem Eintritt Anfang 1999 in den AXA-Konzern übernahm Dr. Rollinger als Direktor das Privatkundengeschäft in der Schaden-/Unfallversicherung. 2005 wechselte er zu den Generali Versicherungen nach München als Mitglied der Vorstände für Komposit-Versicherungen und in 2008 wurde er zudem Mitglied der Vorstände für Komposit-Versicherung der Volksfürsorge Versicherungsgruppe in Hamburg.

Im Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) engagiert sich Dr. Rollinger seit mehr als zehn Jahren in diversen Fach- und Lenkungsausschüssen, seit 2012 als Mitglied des Präsidiums und Vorsitzender des Hauptausschusses Schaden-/Unfallversicherung. Auf europäischer Ebene vertritt er die Interessen der deutschen Versicherungswirtschaft im Strategic Board von Insurance Europe, dem Zusammenschluss der europäischen Versicherungsverbände.

Der gebürtige Rheinländer mit Luxemburger Staatsangehörigkeit ist verheiratet und hat drei Kinder. (db)