Rekordquartal bei Gewerbeimmobilien

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Eine Analyse von CBRE zeigt, dass im vergangen Jahr das Investionsvolumen bei Gewerbeimmobilien unter dem Vorjahresniveau lag. Dies ist besonders auf die schwache erste Jahreshälfte zurückzuführen, denn im Schlussquartal wurde ein neuer Rekordwert erreicht. Maßgeblich dafür waren vor allem Deutschland und die Niederlande.

Der europäische Markt für Gewerbeimmobilien boomt: Im vierten Quartal 2016 wurde mit 86,7 Mrd. Euro, das bisherige stärkste Ergebnis eines vierten Quartals erreicht. Das Rekordvolumen des Vorjahres wurde damit um vier Prozent übertroffen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Immobilienberatungsunternehmens CBRE. Trotz des sehr starken vierten Quartals liegt das Investitionsvolumen des Jahres 2016 mit 251,1 Mrd. Euro zehn Prozent unter dem des Vorjahres,  was besonders auf die schwächeren Investitionsaktivitäten im ersten Halbjahr zurückzuführen ist. Das Vereinigte Königreich ausgenommen, sind die Investitionsaktivitäten im Vorjahresvergleich sogar um fünf Prozent angestiegen von 182,7 Milliarden Euro (2015) auf 190,9 Milliarden Euro (2016). „Die Unsicherheiten im Vereinigten Königreich bezüglich des EU Referendums sowie andere Faktoren, wie beispielsweise Turbulenzen auf dem chinesischen Finanzmarkt, mindern globale Kapitalströme und resultieren in fallenden Investitionsaktivitäten innerhalb der Europäischen Union“, kommentiert Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland.

Investitionen im industriellen Sektor nehmen zu

„Steigende Investmentaktivitäten konnten wir in allen Märkten im industriellen Sektor beobachten: Im Vereinigten Königreich wie auch im restlichen Europa konnten sich Industrieimmobilien mit einem im Vorjahresvergleich um vier Prozent steigenden Investitionsvolumen bei der Gesamtmarktentwicklung behaupten und alle anderen Sektoren übertreffen“, so Jos Tromp, Head of EMEA Research bei CBRE. Die Investitionen in Industrieimmobilien erreichten 2016 rund 24,6 Milliarden Euro, während die Investitionen in die Assetklassen Büro (108,4 Milliarden Euro; minus fünf Prozent), Einzelhandel (54 Milliarden Euro; minus neun Prozent), Hotels (20,4 Milliarden Euro; minus sieben Prozent) und andere (43,7 Prozent; minus neun Prozent) einen Rückgang der Investitionsaktivitäten im Vorjahresvergleich aufwiesen.

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