Rein in Nippon

Der japanische Aktienmarkt profitiert von der expansiven Geldpolitik des Regierungschefs Shinzo Abe. Historisch niedrige Aktienbewertungen und gute Wachstumsperspektiven sprechen für einen Einstieg in japanische Aktien.

(fw/ah) Shinzo Abe wird es schaffen, glaubt Stefan Breintner. Der stellvertretende Portfoliomanager des GAMAX Maxi-Fonds Asien sieht den japanischen Regierungschef auf einem guten Weg, die über 20-jährige Deflationsspirale der japanischen Wirtschaft tatsächlich zu durchbrechen. „Die japanische Notenbank hat jüngst erneut bestätigt, Ihre Anleihenkäufe von 60 bis 70 Billionen Yen (435 bis 507 Milliarden Euro) pro Jahr fortzusetzen. Mit einer solchen Aggressivität hat noch nie eine Notenbank stimuliert. Die freiwerdende Liquidität und die niedrigen Anleihezinsen von aktuell nur 0,6 % für 10-jährige Titel locken immer mehr einheimische Anleger in Aktieninvestments”, beobachtet Breintner die Entwicklung des ersten Halbjahres 2014.

Die steigende Nachfrage, zusammen mit der Aussicht auf ein Anspringen der japanischen Binnenkonjunktur, spricht nach Ansicht von Breintner für einen gezielten Einstieg in aussichtsreiche japanische Aktien: „Nach der historischen Rallye des Nikkei von plus 59 % in lokaler Währung beziehungsweise plus 25 % in Euro im Jahr 2013 haben besonders kurzfristig orientierte internationale Investoren zum Jahresanfang 2014 Gewinne mitgenommen und den Nikkei im ersten Halbjahr 2014 um rund 6 % absacken lassen. Etwa 80 % der internationalen Anleger haben den japanischen Markt heute neutral oder untergewichtet. Gemessen an der eigenen Historie ist die Bewertung vieler japanischer Aktien sehr niedrig. Mit durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 15 für das Fiskaljahr 2014 im Vergleich zum Median der letzten Jahre von 18,4 und durchschnittlichen Kurs-Buchwert-Verhältnissen von 1,2 im Vergleich zu fast 2 in den Jahren 2005/06 ist dies ein klares Einstiegssignal für antizyklisches Stockpicking.”

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