Reaktionen auf EU-Absage zu Siemens-Alstom-Bahn-Fusion

Der Plan war, dass der deutsche Konzern Siemens und der französische Konzern Alstom ihre Anteile an dem Bahnnetz zusammentun, um sich so weiterhin gegen die Konkurrenz aus Fernost beweisen zu können. Dies wurde allerdings von der EU-Kommission untersagt.

Siemens hätte in dieser Fusion die knappe Mehrheit des Unternehmens bekommen, doch die EU-Kommission befürchtet, dass der Wettbewerb im europäische Binnenmarkt dadurch gefährdet wird und dass die Ticketpreise für Kunden teurer werden können. Die Firmenchefs beider Konzerne sind von dem Urteil nicht überrascht, halten einen Strukturwechsel allerdings für dringend nötig. Der französische Wirtschaftsminister glaubt, dass dies im Interesse der chinesischen Wirtschaft sei.

Der EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sieht dies allerdings anders. Er will, dass europäische Unternehmen im Weltmarkt bestehen bleiben, dennoch erhalten diese keine politischen Vorzüge. Die FDP Generalsekretärin Nicola Beer äußerte sich zu dem Thema ebenfalls. Laut ihr ist die Weltwirtschaftsorganisation dafür verantwortlich, dass keine ausländischen Unternehmen den Markt mit Dumpingpreisen überfluten. Solche Firmen sollten nach den Regeln der WTU bestraft werden