Promis investieren in Start-ups

In Start-ups investieren
Ein Trend: statt in Maschinen in Menschen investieren Promis investieren © Rawpixel.com - Fotolia.com

Nicht immer wird es ein Erfolg wenn Promis in ein Start-up investieren. Wer will schon Boris Becker, Frauke Petry oder Carsten Maschmeyer als Investor? Lieber Sarah Wagenknecht oder ein Top-Model.

Ob Philipp Lahm, Joko Winterscheidt oder Kevin Spacey: Viele Prominente haben das Potenzial von Start-ups erkannt und investieren in junge, innovative Unternehmen. Jedes zweite Start-up (55 Prozent) in Deutschland würde sich einen solchen prominenten Investor und die entsprechenden Schlagzeilen für die eigene Idee wünschen. Aber längst nicht jedem Gründer wäre die damit verbundene Aufmerksamkeit recht. Jedes fünfte Jungunternehmen (22 Prozent) sieht bei einem prominenten Geldgeber das Problem, dass dieser als Selbstdarsteller zu sehr vom eigentlichen Produkt oder Dienstleistungen ablenkt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 150 Gründern. Weitgehend einig sind sich die Start-ups darin, dass nicht die Bekanntheit des Investors entscheidend ist, sondern die Frage, ob er zum eigenen Produkt passt. Neun von zehn Gründern (87 Prozent) geben das an. „Die Bekanntheit eines prominenten Investors kann einem Start-up zusätzliche Aufmerksamkeit bescheren. Allerdings sollte das nicht der einzige Grund zur Zusammenarbeit sein. Investor und Start-up müssen zusammen passen“, sagt Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp. Nach wie vor stellt die Finanzierung für viele Start-ups eine große Herausforderung dar. 55 Prozent der Gründer geben an, dass die schwierige Finanzierungsituation hierzulande für sie ein entscheidendes Hemmnis ist. „In Deutschland müssen mehr Anreize für Investments in Start-ups geschaffen werden. Prominente Investoren können als Vorbild dienen und dabei helfen, dem Thema öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen“, so Veltkamp. Tipp: Neben Prominenz als potentielle Investoren, sollten vor allem die existenziellen Risiken eines jungen Unternehmens abgesichert werden. Bevor jemand durch Schaden klug wird, wäre es klüger einen Versicherungsmakler mit dem Einkauf der passenden Deckungen zu beauftragen. Für das Marketing oder die Werbung kann um Geld zu sparen, auch Bild und Wort der Mitarbeiter dienen, das ist nicht nur authentisch wenn Mitarbeiter den Nutzen und Mehrwert erklären, sondern es spart jede Menge Geld. (db)