PROJECT behält Rating

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Die PROJECT Investment Gruppe behält ihr Rating AA-AMR bei Scope. Damit wird dem Bamberger Unternehmen weiterhin eine sehr hohe Qualität und Kompetenz im Asset Management bescheinigt.

Seit Unternehmensgründung 1995 hat PROJECT 28 Wohnimmobilienentwicklungsfonds aufgelegt und mit diesen ein Eigenkapital von 838 Mio. Euro platziert. Zum 30. Juni 2017 bestand das Immobilienentwicklungsportfolio aus insgesamt 83 Projekten in den sieben deutschen Metropolregionen sowie der Metropolregion Wien. Das Gesamtverkaufsvolumen der Projekte beträgt 2,01 Mrd. Euro. Dieser Wert hat sich innerhalb der vergangenen drei Jahre annähernd verdoppelt. Seit geraumer Zeit widmet sich das Unternehmen auch dem Bereich Gewerbeimmobilien, bei denen analog zum Kernbereich Wohnimmobilien die Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette angeboten wird.

Positive Ratingfaktoren

Als positiv für das Rating bewertete Scope die Inhouse-Kompetenz der PROJECT Investment Gruppe, die beim Schwesterunternehmen PROJECT Immobilien Gruppe liegt. Diese Kompetenz würde sich in der sehr hohen Qualität der Steuerung von Projektentwicklungen sowie den Instrumenten der Risikokontrolle zeigen. Das überzeugende Sicherheitskonzept (u.a. Verzicht auf Fremdkapital, Konzentration auf definierte Wachstumsregionen, vollintegrierte Projektentwicklung, Fokus auf das durchschnittliche Preissegment für Eigennutzer und die Übernahme von Gewährleistungsrisiken durch die Emittentin) gelinge es dem Unternehmen, Fondsprodukte mit einem attraktiven Chance-Risiko-Profil für seine Privatkunden sowie semi-professionelle und institutionelle Investoren aufzulegen. Deshalb liege die durchschnittliche Zielrendite mit 6 – 8 % auch unter dem Durchschnittswert bei Projektentwicklungen.

Scope hob in seinem Rating besonders den Umstand hervor, dass die PROJECT Investment Gruppe bis dato mit ihren 44 Exits innerhalb ihrer Immobilienentwicklungsfonds eine ausnahmslos positive IRR-Rendite erzielen konnte, bei einer durchschnittlichen Objektrendite von 12,3 % pro Jahr auf das eingesetzte Kapital.

Verbesserungen bei Digitalisierung

Scope bescheinigte der PROJECT Investment Gruppe auf mehreren Ebenen große Fortschritte im Bereich der Digitalisierung, die seit dem letzten Ratingbericht gemacht worden seien. Dazu zählen vertriebsseitig dass der digitale Zahlungsschein in die Praxis umgesetzt wurde und dass über Social Media eine zielgerichtete Ansprache von potenziellen Interessenten stattfinde. Diese können sich entweder am Bildschirm oder mittels einer Augmented Reality-Brille dreidimensional Wohnungen in verschiedenen Kategorien in verschiedenen Konfigurationen noch vor dem Baustart anschauen.

Die Fortschritte in der Digitalisierung wurden auch ein deutlich aufgestockten, 20 Mitarbeiter umfassenden Programmierabteilung sowie einer dreiköpfigen dezidierten Social Media Abteilung erreicht. Die PROJECT Immobilien Gruppe passt darüber ihre Prozesse auf Lean Management an, wodurch zukünftig – basierend auf den Ergebnissen eines absolvierten Pilotprojektes – mit einer Reduzierung der Baukosten um 10 bis 15 % zu rechnen ist. Somit wird auch die Fondsrendite der Anleger gesteigert.

Negative Einflussfaktoren

Negativ auf das Rating wirkte sich eine eingeschränkte Transparenz der Leistungsdokumentation durch Glättung der Auszahlungsverläufe bei Fondskonzeption aus, die Anspar- und thesaurierende Modelle beinhalten. Zudem könne das Unternehmen nur einen begrenzten Track Record im Bereich gewerblicher Immobilien vorweisen. Deshalb sei es gefordert, diesen durch Anknüpfung an den Erfolg in der Kern-Assetklasse Wohnimmobilien in den kommenden Jahren überzeugend auszubauen. Im Bereich Nachhaltigkeit besetzt die PROJECT Unternehmensgruppe bereits einige Themen; allerdings sind diese aus Sicht von Scope noch ausbaufähig und könnten noch stärker institutionalisiert werden. (ahu)

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