Professionelles Rating: Hohe ESG-Qualität ins Portfolio

Dr. Dirk Rathjen, Vorstand des Instituts für Vermögensaufbau AG (IVA) / Foto: © IVA

Nachhaltige Geldanlage ist die allgemeine Bezeichnung für ethisch, sozial und ökologisch verantwortliches Investieren. Auch die EU-Kommission fokussiert die Weiterentwicklung des nachhaltigen Investierens. Das Problem: Viele Anlageprodukte werden als „grün“ beworben. Ein Vergleich ist kaum möglich. Dafür braucht es ein tragfähiges Nachhaltigkeits-Rating für bewusste Anlageentscheidungen.

Klimawandel, soziale Ungerechtigkeit, Bedrohungen der Umwelt: Die Liste der Risiken für die Menschen und die Erde ist umfangreich. Daher suchen private und institutionelle Investoren nach professionellen Lösungen, ihr Geld mit gutem Gewissen anzulegen und damit Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zum Guten zu verändern. Dementsprechend rückt der Begriff der Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus. Nachhaltige Geldanlage ist die allgemeine Bezeichnung für ethisch, sozial und ökologisch verantwortliches Investieren. Die Investments ergänzen die klassischen Kriterien der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und ethische Bewertungspunkte. Besonders wichtig sind dabei die sogenannten ESG-Kriterien, also „Environment“, „Social“, „Governance“: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.

Auch die EU-Kommission fokussiert die Weiterentwicklung des nachhaltigen Investierens. Im Zuge des Pariser Nachhaltigkeitsabkommen und dem Ziel, bis 2050 CO2-Neutralität herzustellen, ist eine Initiative für Nachhaltigkeit in der Europäischen Union geschaffen worden, die unter anderem so viel privates Kapital wie möglich in nachhaltige Investments führen will. Bis zu 270 Milliarden Euro seien jährlich an Investitionen notwendig, um diese nachhaltigen Ziele zu erreichen, so die EU-Kommission. Und um die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen, werden laut Schätzungen der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung bis 2030 jedes Jahr 2,5 Billionen US-Dollar benötigt. Daher können gezielte Investments zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen.

Welche Probleme es bei nachhaltigen Investments gibt, lesen Sie auf Seite 2