Preise in Hamburg steigen

PROJECT hat u.a. in Hamburg Grundstücke gekauft/ Foto: © Kara - fotolia.com

Abgesehen von neuen Eigenheimen sind in der Hansestadt alle Immobilienklassen im vergangen Jahr teurer geworden. Wer bereit ist, etwas abseits des Zentrums zu wohnen, kann einiges sparen. Der Preisanstieg ist ein natürliche Marktreaktion und nicht Ausdruck einer sich anbahnenden Immobilienblase.

Eine Studie von F+B in Zusammenarbeit mit der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein Hamburg AG ergibt, dass bestehenden Objekte und neue Eigentumswohnungen in Hamburger im Vergleich zum Vorjahr deutlich teurer angeboten werde, während sich die Preise im Umland deutlich weniger erhöhten. „Viele Käufer erfüllen sich jetzt den Traum vom Eigentum. Diese hohe Nachfrage lässt die Immobilienpreise weiter steigen“, fasst Peter Magel, Vorstandsvorsitzender der LBS, das Studienergebnis zusammen. „Dabei gleichen die niedrigen Zinsen zum großen Teil die Kaufpreisentwicklung aus. Wer außerhalb der TOP-Lagen sucht, kann in vielen Stadtteilen weiterhin seine Immobilie noch in der Höhe durchschnittlicher Mietkosten finanzieren.“

Aktuelle Entwicklung

Im Schnitt waren bestehende Häuser in Hamburg 7,9 Prozent teurer als im Vorjahr. Während Langenbek mit durchschnittlich 2.109 Euro/m² der günstigste Stadtteil ist, ist Rotherbaum mit 8.179 Euro/m² am teuersten. Nachdem neue Eigenheime in der Vorperiode mit 16,4 Prozent eine erhebliche Preissteigerung hinter sich hatten, sind die Preise für die Immobilienklasse im vergangen Jahr um 2,9 Prozent gefallen. Auch in diesem Segment befindet sich der günstigste Stadtteil mit Neugraben-Fischbek (2.383 Euro/m²) im Süden der Hansestadt, während das nördlich der Elbe gelegen Uhlenhorst mit 5.717 Euro/m² am teuersten ist.

Die Preise für Bestandswohnungen sind um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen, während für neue Eigentumswohnungen im Schnitt 12,6 Prozent mehr als 2015 fällig werden. Magel hierzu: „Eine Vielzahl an Objekten wurden im Untersuchungszeitraum in hochpreisigen Stadtteilen offeriert. Das lässt den Durchschnittspreis stärker steigen.“

Die Preisentwicklung für bestehende Häuser und Wohnungen im Umland ist mit 7,7 bzw. 13,3 Prozent vergleichbar mit der Entwicklung in der Stadt. Deutlich verhaltener fielen hingegen die Preissteigerungen für Neubauten aus. So wurden neue Häuser im Schnitt 2,8 Prozent teurer, während für Eigentumswohnungen durchschnittlich 3,6 Prozent mehr fällig waren.

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