Preise gehen durch die Decke

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Der deutsche Immobilienmarkt boomt seit längerer Zeit und trotzdem ist ein Ende dieser Aufwärtsbewegung nicht absehbar. Auch im zurückliegenden ersten Quartal sind die Preise auf dem Immobilienmarkt weiter gestiegen und das sowohl im wohnwirtschaftlichen als auch im gewerblichen Bereich.

(fw/ah) Der nach der Komplettierung der Indexfamilie erstmals veröffentlichte Gesamtindex des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) legte im Vorjahresquartal um 4,3 % zu. Beigetragen zu diesem Ergebnis haben sowohl der wohnwirtschaftliche als auch der gewerbliche Immobilienmarkt, die mit 4,2 % bzw. 4,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen sind.

„Die wesentlichen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Monaten nicht verändert. Regional konzentriert sich die Nachfrage weiter vor allem auf die Ballungszentren. Der Anlagebedarf institutioneller Investoren ist unverändert hoch, deutsche Immobilien bleiben bei ihnen weiter gefragt. Die Wohnbautätigkeit steigt zwar, ist aber noch lange nicht stark genug, um die konjunkturell bedingt hohe Nachfrage zu befriedigen. Auch am Gewerbeimmobilienmarkt spiegeln steigende Preise die anhaltend günstige Wirtschaftslage wider”, so Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.

Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum lagen im ersten Quartal 2014 um 2,4 % höher als im Vorjahr. Das ist in erster Linie auf die Entwicklung im Markt für Eigentumswohnungen zurückzuführen. Hier stiegen die Preise um 4,1 % zum Vorjahresquartal, während die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser über denselben Zeitraum um 1,8 % zulegten. Auch die Preise für Mehrfamilienhäuser sind gestiegen. Der Kapitalwertindex für diese Immobilien erhöhte sich im Vergleich zum ersten Quartal 2013 um 5,8 %.

Ähnliches Bild bei Gewerbeimmobilien. Der entsprechende Kapitalwertindex für Büroimmobilien legte im ersten Quartal 2014 im Jahresvergleich um 5,0 % zu. Die Neuvertragsmieten für Büroflächen stiegen in diesem Zeitraum um 1,9 %.
Auch Einzelhandelsimmobilien profitieren von diesem Boom. Die Kapitalwerte in diesem Segment nahmen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,9 % zu, wobei die Neuvertragsmieten für Einzelhandelsflächen um 1,1% stiegen und der entsprechende Liegenschaftszinssatzindex um 2,6 % sank.

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