Preisanstieg gestoppt

Der von Immobilienscout24 erhobene Immobilienindex IMX zeigt in der bundesweiten Analyse der Angebotspreise für Wohnungen und Häuser aktuell wenig Dynamik. Sowohl für Neubau- als auch für Bestandsimmobilien sind die Preiskurven in den vergangenen Monaten deutlich abgeflacht.

(fw/ah) „Die Kosten für Wohneigentum bewegen sich seitwärts und pendeln sich damit auf dem erreichten Niveau ein”, sagt Chefanalyst Michael Kiefer. Dies sei nicht verwunderlich, denn viele Märkte sind größtenteils leer gekauft und der Großteil der deutschen Immobilienkäufer ist glücklicherweise bedacht genug, nicht jeden aufgerufenen Preis in jeder beliebigen Lage zu bezahlen.

Es scheint, als sei die Zeiten der großen Preissteigerungen erst einmal vorbei – doch diese Aussage lässt sich nur bei der Betrachtung des gesamten deutschen Markts belegen.
Schaue man sich die Analyse der fünf Top-Metropolen an, ergebe sich ein differenzierteres Bild. In Hamburg spiegelt sich die ruhige Entwicklung des Gesamtmarktes wider; auch Berlin zeigt seit vergangenem Monat eine Entspannung auf dem Markt der Eigentumswohnungen. In Köln und Frankfurt am Main dagegen ziehen die Preise aktuell wieder merklich an.

„Ähnlich verhält es sich auch bei den Angebotsmieten”, so Kiefer. Im Durchschnitt für Deutschland haben sich die Mietpreise sichtbar stabilisiert und steigen um lediglich 0,2 %. Die steile Preiskurve des ersten Quartals mit monatlichen Sprüngen von mehr als einem Prozentpunkt gehörten damit der Vergangenheit an. Bei den Mieten in den Großstädten zeigen sich analog zum Kaufmarkt unterschiedliche Trends: moderaten Kostensteigerungen in Hamburg und Frankfurt, sogar leichte Preisrückgänge in Köln (-0,2 %). Die Mietpreise in Berlin und München dagegen sind im August um mehr als einen halben Prozentpunkt nach oben geklettert (Berlin +0,6 %, München +0,7 %).

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